5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Tierrechtsorganisationen zeigen Schweizer Schweinezuchtverband an

Zwei Tierschutzorganisationen haben wegen mutmasslicher Tierquälerei Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Schweinezuchtverbands Suisseporcs eingereicht. Sie kritisieren die stundenlangen Transporte von Schweizer Ferkeln in einen Schlachthof in Süddeutschland.

Mit der Schlachtung von Ferkeln will Suisseporcs das Überangebot auf dem Schweinemarkt reduzieren.

Quelle: Symbolbild Diego San/Unsplash

Gemäss einem am Mittwochnachmittag veröffentlichten Onlinebericht der Tamedia-Zeitungen werden seit Anfang Juni wöchentlich rund 900 Schweizer Ferkel nach Stuttgart gefahren und dort geschlachtet. Der Transport dauert laut Bericht bis zu zehn Stunden, wie die Tierrechtsorganisationen «Tier im Recht» und «Tier im Fokus» mitteilten.
Laut den Organisationen wäre der lange Weg jedoch vermeidbar gewesen. So hätte laut Recherchen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) der Schlachthof Zürich Kapazitäten für die Schlachtungen gehabt, wurde jedoch nicht angefragt, wie es hiess.
Die beiden Tierschutzorganisationen haben die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Sursee eingereicht. Deren Mediensprecher Simon Kopp bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Eingang der Anzeige. Die Tierschutzorganisationen berufen sich laut Artikel auf ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2024. Dieses besagt, dass rein betriebswirtschaftliche Interessen tierschutzrelevante Belastungen nicht rechtfertigen.
Suisseporcs-Geschäftsführer Stefan Müller sagte auf Anfrage, die Transporte dienten dazu, die Ställe in der Schweiz «zu entlasten» und das «Tierwohl zu erhalten». Sie seien vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sowie den Kantonen bewilligt worden. Die Ferkel seien in Speziallastwagen transportiert worden, die über Klimaanlagen, ein Lichtprogramm und Trinkwasser verfügten. Die Tiere hätten sich darin wie in einem Stall gefühlt, sagte Müller. Er habe Videos der Transporte gesichtet. «Es war keine Hektik vorhanden.»
Mit den frühen Schlachtungen will Suisseporcs aus Sempach LU eine Überproduktion auf dem Schweizer Markt abbauen. Im Mai dieses Jahres lag das Angebot wöchentlich um rund 3000 bis 4000 Schweine über der Nachfrage, worauf die Produzentenpreise fielen, wie es weiter hiess. Auf Anfrage von Keystone-SDA sagte Stefan Müller, die Lage sei aktuell «entspannt» und weniger angespannt als noch im Frühjahr.
Weiter sagte Müller, Suisseporcs werde die Anzeige, die «noch nicht auf dem Tisch ist», prüfen und zu gegebener Zeit weiter informieren.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz