Dank dem Export von Schweinefleisch und Ferkeln habe man eine Überbelegung der Ställe verhindern können, schreibt Proviande.
Quelle: Proviande
Die Massnahmen zur Entlastung des Schweizer Schweinemarktes hätten Wirkung gezeigt, schreibt der Fleischbranchendachverband Proviande in einer Mitteilung. Der Markt erhole sich langsam. Man habe Überbelegungen der Ställe mit möglichen negativen Folgen für das Tierwohl verhindern können.
Konkret wurden rund 450 Tonnen Schweinefleisch in Teilstücken und 10’000 Schlachtschweine in Hälften nach Europa exportiert. Zudem wurden rund 5000 Ferkel in der Schweiz und 11000 Ferkel im Ausland geschlachtet. Letzteres brachte dem Schweinezüchterverband Suisseporcs eine Strafanzeige zweier Tierrechtsorganisationen ein (
foodaktuell berichtete).
Finanziert wurden die Exporte über den Marktentlastungsfonds, der durch Beiträge der Schweinehaltenden gespiesen wurde. Einzahlen müssen die Produzenten bereits seit Mitte Juli nicht mehr. Per Ende September werden nun auch die verbliebenen Marktentlastungsmassnahmen sistiert.
Insgesamt wurden 11.5 Mio. Franken von den Schweinehaltenden eingezogen. Aktuell sind noch drei Millionen Franken im Fonds. Dieses Geld steht laut Proviande zweckgebunden für allfällige künftige Marktentlastungsmassnahmen zur Verfügung.
Ende August organisierte der Bauernverband einen runden Tisch zum Schweinemarkt. Dort diskutierte die Branche die nächsten Schritte für einen langfristig ausgeglichenen Schweinemarkt. Seither arbeite eine von Proviande geleitete Arbeitsgruppe an konkreten Lösungsansätzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Zentrum stünden «praxisnahe Optimierungen in den Bereichen Markttransparenz, Preisbildung und Marktentlastungsmassnahmen».