5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

EU-Importstopp setzt Bresaola-Produzenten unter Druck

Der vorläufige EU-Importstopp für brasilianisches Rindfleisch bereitet den Produzenten von Bresaola della Valtellina IGP Sorgen. Brasilien ist der wichtigste Rohstofflieferant für die norditalienische Spezialität.

Der Rohstoff für Bresaola könnte knapp werden.

Quelle: zVg supermercado

Die EU-Kommission setzte die Einfuhr von brasilianischem Rindfleisch und weiteren tierischen Erzeugnissen am 3. September 2026 vorläufig aus. Hintergrund sind unzureichende Nachweise darüber, dass bei der Rinderhaltung keine in der EU verbotenen Antibiotika eingesetzt werden wie die NZZ in einem Artikel schreibt. Mehr als 80 Prozent des für Bresaola verwendeten Rindfleischs würden aus Südamerika stammen. Davon rund 60 Prozent aus Brasilien. Die geschützte geografische Angabe schreibt nicht die Herkunft des Fleisches vor, sondern die Verarbeitung und Veredelung in der Provinz Sondrio.
Die Dokumentations- und Kontrollsysteme in Brasilien genügen den Anforderungen der EU nicht. Laut italienischen Medien hat dies mit dem Mercosur-Handelsabkommen zu tun, das seit dem 1. Mai dieses Jahres vorläufig gilt. Gemäss diesem hätte Brasilien ein entsprechendes Zertifizierungssystem einführen müssen. Argentinien, Paraguay und Uruguay, die anderen Signatarstaaten des Mercosur-Abkommens mit der EU, haben offensichtlich keine Schwierigkeiten, die Vorschriften zu erfüllen.
Alternative Lieferländer lassen sich nach Angaben des Schutzkonsortiums nicht kurzfristig erschliessen. Für Bresaola wird besonders mageres Rindfleisch mit bestimmten Eigenschaften für Verarbeitung und Reifung benötigt. Im Veltlin werden jährlich rund 12 000 bis 13 000 Tonnen Bresaola della Valtellina IGP hergestellt. Die zertifizierten Produktionsbetriebe und die damit verbundene Logistik beschäftigen rund 1500 Menschen. Sollte der Importstopp länger dauern, drohen Engpässe und steigende Rohstoffpreise.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz