Russischer Angriff beschädigt Werk von Bunge
Ein Ölsaatenverarbeitungswerk des Agrarkonzerns Bunge ist in der Ukraine bei einem russischen Angriff beschädigt worden.
Der Angriff erfolgte am 10. September. Nach Angaben des ukrainischen Aussenministers Andrij Sybiha kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Beschäftigte von Bunge wurden laut Unternehmen nicht verletzt. Bunge bestätigte gegenüber Reuters, dass ein Teil des Werks getroffen wurde. Das Unternehmen prüfe derzeit das Ausmass der Schäden.
Das Werk in Dnipro zählt zu den fünf grössten Ölsaatenverarbeitungsanlagen der Ukraine und verfügt über eine Verarbeitungskapazität von rund 1600 Tonnen Ölsaaten pro Tag. Laut Reuters war der Bunge-Standort bereits zuvor von Angriffen betroffen. Die Ukraine hat eine wichtige Stellung auf dem internationalen Sonnenblumenölmarkt. Vor Beginn des Krieges war das Land der weltweit grösste Exporteur und führte jährlich zwischen fünf und sechs Millionen Tonnen Sonnenblumenöl aus.
Bunge ist rechtlich in der Schweiz eingetragen, das operative Hauptquartier ist in St. Louis, USA.