Die Entwicklung neuer Aromen und Düfte soll beschleunigt werden.
Quelle: KI-generated
Im Rahmen der Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen sollen die biomolekularen Basismodelle von Boltz in die Wirkstoff- und Inhaltsstoffforschung von DSM-Firmenich integriert werden. Dabei werden die KI-Modelle mit der umfangreichen Datenbasis des Konzerns zu Geschmacks- und Geruchsrezeptoren kombiniert. Die Unternehmen wollen laut einem Bericht von foodbev.com exklusive Modelle entwickeln, die auf der sensorischen Expertise von DSM-Firmenich basieren. Sie sollen molekulare Strukturen vorhersagen und entwerfen sowie deren Wechselwirkungen mit Rezeptorproteinen für Geschmack und Geruch untersuchen.
Die Forschenden von DSM-Firmenich sollen zudem Zugang zur Boltz-Plattform einschliesslich Benutzeroberfläche, Programmierschnittstelle und der Integration von KI-Agenten erhalten. Dadurch sollen sich komplexe Arbeitsabläufe für Moleküldesign und Vorhersagen auch über natürlichsprachliche Anweisungen steuern lassen. Forschende von Boltz werden zudem direkt mit den wissenschaftlichen Teams von DSM-Firmenich zusammenarbeiten.
KI wird in der Lebensmittelindustrie zunehmend für die Suche nach Inhaltsstoffen, die Rezepturentwicklung und sensorische Analysen eingesetzt. Bei der Entwicklung von Aromen kann die Modellierung auf molekularer Ebene dazu beitragen, geeignete Verbindungen schneller zu identifizieren und die Zahl aufwendiger experimenteller Untersuchungen zu reduzieren. DSM-Firmenich ist in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Schönheit sowie Aromen und Duftstoffe tätig. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 20 000 Mitarbeitende und ist in fast 60 Ländern aktiv.