Sie haben Ferm Labs gegründet: CTO Mattia Baroni und CEO Stephanie Lüpold.
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Die 2025 gegründete Ferm Labs AG hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 3 Mio. Euro abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Ferm Labs entwickelt natürliche Geschmacks- und Funktionszutaten mithilfe gentechnikfreier Mikroben. Diese verarbeiten Nebenströme der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft wie Molke oder Legehennen zu sogenannten Kokumi-Peptiden. Das sind kurze Aminosäureketten, die den vollmundigen Geschmack und das Mundgefühl von Speisen verbessern. Dem Unternehmen ist es nach eigenen Angaben gelungen, diesen Fermentationsprozess von Wochen auf Stunden zu verkürzen.
Im Zentrum der Kommerzialisierung steht das Produkt Kokumesan. Die milchbasierte Zutat liefere echtes Reifekäse-Aroma, so das Versprechen von Ferm Labs. Mit Kokumesan zielt das Unternehmen auf den 68-Mrd.-Euro-Markt für industrielle Käseanwendungen in den USA und Europa ab. Kokumesan soll echtes Reifekäse-Aroma liefern und den benötigten Rohkäse-Anteil in Rezepturen von 20 auf unter 1 Prozent reduzieren – ohne Geschmacksverlust. Gleichzeitig sollen Fett- und Salzanteil sinken sowie Verarbeitbarkeit und Haltbarkeit verbessert werden.
Das neue Kapital fliesst in den Ausbau der Bioprocessing-Anlagen in Südtirol, den europäischen B2B-Vertrieb und die Forschung und Entwicklung für weitere Produktkategorien. Ferm Labs hat seinen Hauptsitz in Zug, Produktion und Forschung sind in Südtirol angesiedelt.