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Greenyard steckt in der Klemme

Der belgische Fruchthändler Greenyard hat Liquiditätsprobleme. Das wurde bekannt, nachdem das Unternehmen Ende Januar bereits eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte.

von wy

Der belgische Fruchtvermarkter Greenyard mit einem Umsatz von 4,18 Milliarden Euro ist im deutschen, niederländischen und englischen Detailhandel ein wichtiger Lieferant. Ende Januar gab Greenyard eine Gewinnwarnung heraus. CEO Hein Deprez, sagte ferner, Greenyard brauche neues Kapital, um die Liquidität und den Fortbestand zu sichern. Offenbar fehlten bereits über 100 Millionen Euro, schreibt LZ-net mit Bezug auf belgische Medien. Die Familie von CEO Deprez hält knapp die Hälfte der 44 Mio. Aktien, der Wert des gesamten Aktienkapitals sank in den letzten eineinhalb Jahren um 80 Prozent und liegt jetzt bei 170 Mio. Euro.

Greenyard hatte Ende 2018 die Tochter Straco, einen Substrathändler, verkauft, das hatte aber offenbar nicht genug Geld eingebracht. CEO Deprez sei nun im Gespräch mit den Banken.

Greenyard leidet unter anderem unter dem starken Preisdruck, der im deutschen Detailhandel herrscht, ist aber auch vom Brexit, vom Dürresommer 2018 und von Abgängen im Top-Management betroffen.