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Aaremilch spannt mit holländischem Konzern zusammen

Die Aaremilch will für 38 Millionen Franken eine neue Käserei bauen. Der grösste Teil des Käses soll exportiert werden. Dazu soll mit einem holländischen Vermarktungspartner zusammengearbeitet werden.

von hps

Die aaremilch-Verantwortlichen, Ruedi Bigler, Präsident aaremilch, Donat Schneider, Geschäftsführer, Ernst Arn, Simmental AG -Geschäftsführer, Hansueli Jungen, Vizepräsident aaremilch und Martin Wiedmer, Gemeindepräsident Diemtigen.
Die aaremilch-Verantwortlichen, Ruedi Bigler, Präsident aaremilch, Donat Schneider, Geschäftsführer, Ernst Arn, Simmental AG -Geschäftsführer, Hansueli Jungen, Vizepräsident aaremilch und Martin Wiedmer, Gemeindepräsident Diemtigen.
So soll die neue Käserei im Oktober 2019 aussehen. (Bild: zvg)

Schon im März 2018 soll der Spatenstich für die neue Naturparkkäserei im Diemtigtal im Berner Oberland erfolgen. Diese soll im Oktober 2019 in Betrieb gehen, wie Aaremilch-Präsident, Ruedi Bigler anlässlich der Pressekonferenz von heute Donnerstag in Thun den Medien erklärte. Zu dieser Vorwärtsstrategie sehe sich die Milchproduzentenorganisation durch folgende Gründe veranlasst: Zunehmend werde mehr Milch an Standorten ausserhalb der Kantonsgrenze verarbeitet. Dies führe zu weiten Transportwegen und demzufolge hohen Kosten, wie Aaremilch-Geschäftsführer Donat Schneider erklärte. Der Erlös für die Milch sei tief und für die Milchproduzenten nicht nachhaltig. Dabei würde die Situation für die Produzenten ohne den Hauptabnehmer Nestlé in Konolfingen noch weit schlechter aussehen, so Schneider. Um die Wertschöpfung zu verbessern, werde nun eine 38 Millionen Franken-Investition getätigt. Wichtig sei dabei, dass die Käserei auch saisonale Schwankungen im Milchanfall abfedern könne.

Für den Betrieb der Käserei sei dann die eigens gegründete Simmental Switzerland AG zuständig, wie der neue Geschäftsführer der Simmental Switzerland AG, Ernst Arn sagte. Die Produkte aus der Käserei würden unter der eingetragenen Bildmarke Simmental Switzerland® vermarktet. Der im Diemtigtal hergestellte Premium-Käse soll sich im internationalen Vergleich bei Kriterien wie der Milchqualität, dem maximalen Tierwohl dank Weide- und Auslaufhaltung, raufutter-betonte und GVO freie Fütterung und der im Vergleich kleinen Herdengrössen unter-scheiden. Im Inland werde gemäss Arn stark auf das Label des Naturparks gesetzt. Der überwiegende Anteil des Käses werde die Käserei im Exportmarkt absetzen. Dazu sei sie auf einen starken internationalen Partner angewiesen. Mit der Familienfirma Royal A-ware, einem holländischen Käseproduzenten und Systemlieferanten von europäischen Supermarktketten ist ein solcher Partner gefunden worden, wie Arn sagte. Royal A-ware vermarktet aktuell mehr als 200 000 t Käse was mehr ist als die gesamte Schweizer Käseproduktion. Simmental Switzerland passt in die Strategie der renommierten Firma, welche ihre Produktpalette verbreitern will.