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Bell beteiligt sich an Mosa Meat

Nach Übernahmen von Salat-, Gemüse- und Suppenherstellern steigt Bell nun auch in die Herstellung von künstlichem Fleisch ein. Das Unternehmen beteiligt sich am niederländischen Start-up Mosa Meat.

von pd/hps

Bald Realität - Hamburger aus künstlichem Fleisch.
Peter Verstrate von Mosa Meat.

«Bell Food Group investiert in kultiviertes Fleisch».

Mit diesen Worten beschreibt der Schweizer Traditionsmetzger in einer Medienmitteilung vom 17. Juli 2018, sein Engagement am niederländischen Start-up Mosa Meat, dem weltweit führenden Unternehmen für kultiviertes Rindfleisch. Ziel der anstehenden Entwicklungsperiode sei es, kultiviertes Rindfleisch bis 2021 zur Marktreife zu bringen. Damit enstehe eine Alternative für jene Konsumenten, die aus ethischen Gründen ihren Fleischkonsum hinterfragen würden, und es ergebe sich eine Möglichkeit, die steigende Nachfrage nach Fleisch auf nachhaltige Art und Weise zu decken.

Bell beteiligt sich mit 2 Millionen Euro an der nächsten Finanzierungsrunde von Mosa Meat mit Sitz im niederländischen Maastricht. Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, mit der direkt aus tierischen Zellen kultiviertes Rindfleisch hergestellt werden kann. Co-Gründer und Forschungsleiter des Unternehmens ist Professor Mark Post von der Universität Maastricht, der weltweit als Pionier bei der Herstellung von kultiviertem Fleisch gilt. Für Mark Post ist die Zusammenarbeit mit der Bell Food Group ein weiterer Schritt, um die Zukunft der alternativen Fleischproduktion zu gestalten.

«Mosa Meat sichert sich mit dem Geld die nächste Forschungsperiode»

Mit dem Mittelzufluss der Bell Food Group und anderer Investoren sichert sich Mosa Meat die nächste Forschungsperiode bis 2021, schreibt Bell in der Mitteilung. Ziel sei es, kultiviertes Rindfleisch bis zu diesem Zeitpunkt zur Marktreife zu entwickeln. Die Bell Food Group unterstützt die Entwicklungs- und Forschungsarbeiten mit ihrer Kompetenz und ihrem Know-how als einer der führenden Hersteller von Fleisch und Charcuterie-Produkten in Europa.

Verschiedenen Studien zur Folge wird der Fleischkonsum in einigen Jahren weltweit deutlich ansteigen. Gemäss Berechnungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird die weltweite Nachfrage nach Fleisch bis 2050 um 70 Prozent ansteigen. Diese Zunahme wird nicht mehr alleine durch die bestehenden Produktionsmethoden nachhaltig gedeckt werden können. Mit dem Engagement bei Mosa Meat will die Bell Food Group langfristig die Entwicklung neuer Produktionsmethoden unterstützen, die eine mögliche Alternative für jene Konsumenten bieten, die aus ethischen Gründen ihren Fleischkonsum hinterfragen.