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Carrefour und Google werden E-commerce-Partner

Google hat seinen ersten Partner im europäischen Lebensmittelhandel mit dem französischen Einzelhändler Carrefour gefunden.

von pd/hps

Der französische Lebensmittelhändler und Google haben eine Partnerschaft vereinbart. Damit werden die Carrefour-Supermärkte in Google-Systeme wie Assistant oder Google Home eingebunden. Damit können Kunden Waren über das Smartphone direkt nach Hause liefern lassen. Zur Bestellung reicht einzig die Stimme des Users durch die Sprachsteuerung.

Mit der Partnerschaft würden gemäss einem Bericht des Internetportals Foodbev auch ein Innovationslabor in Paris gebaut werden. Damit sollen Lösungen erarbeitet werden, um neue Kaufmöglichkeiten für Konsumenten zu schaffen. Google Cloud-Experten würden dem Einzelhändler auch helfen, seine digitalen Fähigkeiten zu steigern und den Handelsgiganten ins digitale Zeitalter zu schleusen. Dazu würden 1000 Carrefour-Mitarbeiter durch Google geschult. Die Partnerschaft erlaube es Carrefour die digitale Evolution zu beschleunigen und einen Start in eine «Omnichannel» Erfahrung zu erhalten.

«Konsumenten sind frustriert über schlechte Erfahrungen im online-Shopping».

So wird Sébastien Missoffe, Vizepräsident und Managing Director von Google Frankreich auf Foodbev zitiert. Die Kundenloyalität würde so enorm leiden. Der Kunde wolle eine einfache und eine personalisierte Assistenz beim Kauf von Waren dann ein nahtloses Checkout. Der Händler hat schon anfang Jahr bekannt gemacht, dass er 2,8 Milliarden Dollar in die «digitalen Operationen» stecken wolle. Jetzt wird Carrefour mit diesem Schritt der erste Partner von Google im europäischen Fotohandel. Schon im März gab die Einzelhandelsgruppe Casino eine Partnerschaft mit Amazon bekannt. Damit hat der amerikanische Online-Händler das Recht erhalten, die Premium-Produkte von Casino’s Monoprix Supermärkten, auf seiner «Prime Noe-Plattform» zu vertreiben.

Die Partnerschaft mit dem US-Internetriesen half der französischen Supermarktkette Carrefour auch an der Börse auf die Sprünge. Gemäss einer Reuters-Meldung stiegen die Titel am Dienstag in Paris um bis zu 3,6 Prozent auf 15,58 Euro und waren damit Top-Favoriten.