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Deutschland: DMK schliesst Standorte

Mit dem Verlust von Milcherzeugern wird DMK 1,7 Milliarden Kilo Milch verlieren. Jetzt will Deutschlands grösste Molkerei Standorte schliessen.

von pd/hps

Milchanlieferung im DMK-Werk Zeven. (Bild: zvg)
Das Werk in Rimbeck wird geschlossen. (Bild: DMK)
Der «Rügener Badejunge» soll in Altenburg produziert werden. (Bild: DMK)

«DMK will sich schlanker aufstellen». Mit diesen Worten beschreibt Deutschlands grösster Milchverarbeiter in der Medienmitteilung, den Entscheid die Produktionskapazitäten zu straffen. Die Werke in Rimbeck und Bad Bibra sollen nicht mehr weitergeführt werden, heisst es weiter. In Nordhackstedt in Schleswig Holstein soll zudem die Produktion von Käseaufschnitt eingestellt werden. Den Schritt begründet die Gruppe mit Kündigungen von Milcherzeugern und der damit verbundenen reduzierten Milchmenge. Die Einbussen sollen sich auf bis zu 1,7 Mrd. kg Milch in den kommenden zwei Jahren belaufen.

Von der Schliessung sei auch das Werk in Bergen auf Rügen betroffen. Die Produktionskosten des «Rügener Badejungen» seien zu hoch. Das Defizit habe zuletzt 2 Mio. Euro betragen. Auch hohe Investitionen in die Modernisierung würde gemäss Mitteilung nicht zu wettbewerbsfähigen Produktionskosten führten, während am Markt keine höheren Preise durchzusetzen seien. Den Vertrag mit Markeninhaber Rotkäppchen Peter Jülich hatte die DMK gemäss lz-online gekündigt. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 gehen die Unternehmen getrennte Wege. Die Produktion vom «Rügener Badejungen» werde auf den Rotkäppchen-Standort Altenburg verlagert. Der Aufsichtsrat  müsse gemäss Mitteilung dem Plan noch zustimmen. Insgesamt seien 270 Mitarbeiter von den Massnahmen betroffen. Im Produktionsnetz der DMK verblieben 20 Standorte in Deutschland und den Niederlanden.