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EU-Parlament: Umweltausschuss ist für Verbot von Einwegplastik

Das von der EU-Kommission geplante Verbot von Einwegplastik hat eine erste Hürde genommen. Der Umweltausschuss im Europäischen Parlament hat mit deutlicher Mehrheit für den Vorschlag zur Abschaffung binnen zwei Jahren gestimmt.

von mos

Auch Plastiktrinkröhrchen will diie EU-Komission verbieten. (Bild Pixabay)

Die EU-Kommission will innerhalb von zwei Jahren Wegwerfartikel aus Plastik  verbieten, für die es bereits umweltfreundliche Alternativen gibt. Dazu zählen etwa Einmalgeschirr, Trinkröhrchen, Wattestäbchen oder Ballonhalter. Plastikartikel, zu denen es noch keine Alternativen gibt, sollen stark vermindert werden. Damit soll der zunehmende Plastikmüll bekämpft werden.

Nun hat die Vorlage eine erste wichtige Hürde genommen, wie die «Lebensmittelzeitung» online berichtet. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat am Mittwoch über die Richtlinie «zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt» abgestimmt und dem  geplanten Verbot von Einwegplastikartikeln mit der Mehrheit von 51 zu 10 Stimmen zugestimmt. Als nächstes soll das EU-Parlament Ende Oktober über die Neuregelung abstimmen. Anschließend steht die Beratung mit dem Ministerrat an.

Wie die Zeitung weiter berichtet, will der Umweltausschuss sogar noch weiter gehen als die EU-Kommission: Die Abgeordneten wollen auch ein Verbot von Ultraleichtplastiktüten sowie Getränke- und Lebensmittelverpackungen aus Polystyrol. Und Getränkepackungen sollen bis 2025 zu mindenstens 35 Prozent aus recyceltem Material bestehen.

Schweiz plant kein Verbot

Für die Bundesrat sei ein Plastikverbot kein Thema, antwortete Umweltministerin Doris Leuthard im Juni auf entsprechende Fragen aus dem Nationalrat. Nach Angaben der Bunndesrätin stellen weggeworfene Trinkhalme, Wattestäbchen und andere alltägliche Produkte in der Natur und in Gewässern in der Schweiz keine explizite Umweltgefährdung dar.