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Finanzkommission hat Absatzförderung im Visier

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat bei der Kontrolle der Direktzahlungen und bei der Absatzförderung Lücken festgestellt.

von Alimenta Import

Über 30 Promotions- und Marketingorganisationen unterstützen die Bauern beim Absatz ihrer Produkte. Der Bund gewährt ihnen dafür rund 56 Millionen Franken pro Jahr. Die Wirksamkeit dieser Absatzförderung sei weitgehend unbekannt, hält die EFK in ihrem am 27. April veröffentlichten Jahresbericht fest.

Die Hilfe sollte auf jene Angebote konzentriert werden, bei welchen der Gewinn für die Schweizer Landwirtschaft am grössten sei. Dies sei bisher «nicht zwingend der Fall», schreibt die EFK. Das Bundesamt für Landwirtschaft will gemäss dem Bericht die Empfehlungen prüfen. Dieses ist auch bei der Aufsicht über die Direktzahlungen von jährlich rund 3 Milliarden Franken gefordert. In einigen wenigen Fällen seien die kantonalen Kontrolleure «zu nahe am Geschehen», schreibt die EFK. Um dies zu verhindern, brauche es ein unabhängiges Prüforgan auf kantonaler Ebene.

Gleichzeitig gilt es laut EFK, die Arbeitsprozesse zwischen Bundesamt für Landwirtschaft und den Kantonen zu standardisieren. Weiteren Handlungsbedarf sehen die Kontrolleure bei der Dokumentation und bei der Überprüfung der Umsetzung von Empfehlungen. Die EFK hat die beiden Prüfberichte, die im Jahresbericht zusammengefasst sind, nicht publiziert. sda