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Fredy’s setzt auf pestizidfreies Getreide

Ab Dezember 2019 will der Backwarenhersteller Fredy's ausschliesslich Mehl aus IP-Getreide mit pestizidfreiem Anbau verarbeiten.

von wy/pd

Bereits im November 2018 hatte Fredy’s angekündigt, künftig auf Getreide aus pestizidfreiem Anbau zu setzen. Ab Dezember 2019 soll dies nun umgesetzt werden. Auf den Aufruf im 2018 hätten sich innerst zwei Tagen 250 Bauern gemeldet, im August sei nun die erste Ernte eingefahren worden, schreibt Fredy’s in einer Mitteilung. Für das Mehl behalt Fredy’s einen Aufpreis von 15 Franken pro 100 Kilogramm. Man verzichte aber auf eine Umstellung auf Bioqualität, weil der Mehrpreis zum heutigen Fredy’s-Standard mit IP-Suisse pestizidfrei zu gross sei.

Es sei zwingend nötig, dass auch andere Grossbäckereien auf Getreide umstellten, das ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln produziert werde, wird Fredy’s-Gründer Fredy Hiestand zitiert – den Menschne und der Umwelt zuliebe. Die Migros-Bäckerei Jowa will gemäss «Schweizer Bauer» bis in 20 Jahren bei der Brotproduktion nur noch Getreide verwendet, das ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel produziert wurde. In einem gemeinsamen Projekt mit der ETH Zürich, der BFH-HAFL und IP-Suisse wird der Weizenanbau ohne Fungizide, Insektizide und Herbizide geprüft.