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Gewinneinbruch bei Südzucker

Der Zerfall der Zuckerpreise macht Europas grösstem Zuckerproduzenten Südzucker zu schaffen.

von pd/mos

Sinkende Zuckerpreise machen der Südzucker zu schaffen. (Bild zvg/Südzucker)

Das operative Ergebnis von Südzucker brach im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um 40 Prozent auf 47 Millionen Euro ein (Vorjahr: 78 Millionen), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch der Umsatz sank im ersten Quartal 2019/20 um 3,5 Prozent auf 1680 (Vorjahr: 1741) Millionen Euro.

Hauptgrund für den Rückgang sei das verlustreiche Zuckergeschäft. Wegen den «historisch tiefen» Zuckerpreisen habe sich im Zuckergeschäft wie erwartet ein operativer Verlust in Höhe von -36 (Vorjahr: 8) Millionen Euro ergeben, teilt der Konzern mit. Der Umsatz im Segment Zucker sank auf 581 (Vorjahr: 695) Millionen Euro. Dazu habe auch eine geringere Absatzmenge infolge einer geringeren Ernte 2018 beigetragen.

Im Segment Frucht lag der Umsatz laut Mitteilung auf Vorjahresniveau, in den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies stieg er an.

Weitere Verluste beim Zucker

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 (1. März 2019 bis 29. Februar 2020) bestätigt Südzucker. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz  von 6,7 bis 7,0 (Vorjahr: 6,8) Milliarden Euro. Dabei wird im Segment Zucker von einem moderaten Umsatzrückgang ausgegangen.

Beim operativen Konzernergebnis rechnet Südzucker weiterhin mit einer Bandbreite von 0 bis 100 (Vorjahr: 27) Millionen Euro aus. Beim Zucker geht der Konzern von einem nochmaligen operativen Verlust in Höhe von 200 bis 300 Millionen Euro aus.

Auf den Zerfall der Zuckerpreise reagierte Südzucker Anfang Jahr mit einem grossen Sparprogramm, das unter anderem die Schliessung von fünf Zuckerfabriken vorsieht.