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Hipster-Apéro wird zum Altersheim-Hit

Konzipiert wurde «Urs» für ein junges, urbanes Publikum, doch der alkoholfreie Aperitif von Rivella kommt überraschenderweise auch bei Senioren sehr gut an. Kommt als nächstes ein Gemüsesaft?

von mos

Eisbär statt Kater, lautet der Slogan von Urs. (Bild zvg)

Eisbär statt Kater: Das verspricht «Urs», der alkoholfreie Apéro-Drink, den Rivella letztes Jahr auf den Markt gebracht hat. Im Fokus stand ein junges, urbanes Publikum. Überraschenderweise schlug das Limetten-Wermut-Getränk auch bei einer ganz anderen Zielgruppe ein: den Altersheimen. Das verriet Mischa Stähli am «Social Media Gipfel» vom Mittwoch in Zürich, wie Teilnehmer des Anlasses twitterten. Stähli arbeitet als Zukunftsforscher für das Innovationslabor Cin Cin von Rivella, das «Urs» entwickelt hat.

Gegenüber dem «Tagesanzeiger» bestätigte eine Rivella-Sprecherin, auch Altersheime seien Abnehmer des Getränks geworden, das ursprünglich für den Trendgetränkemarkt gedacht war. Ein Grund für die Beliebtheit: «Wir haben von einigen Konsumenten erfahren, dass der Wermut-Geschmack sie an ihre Kindheit erinnert», sagte die Sprecherin gegenüber der Zeitung. Ausserdem sei der Name Urs in dieser Generation weitverbreitet und stosse auf Sympathie.

Den grössten Anteil an den Urs-Konsumenten mache aber schon das junge und junggebliebene Publikum aus, sagte die Sprecherin weiter. «Die unerwartet positive Reaktion von älteren Generationen ist ein mehr als willkommener, schöner Nebeneffekt.»

Marke «Eau&Moi» eingetragen

Wie der «Tagesanzeiger» weiter berichtet, will Rivella in den nächsten Wochen ein neues Getränk auf den Markt bringen. Zu den Details schwieg Rivella. Die Zeitung hat aber recherchiert, dass die Getränkefirma kürzlich einen neuen Markennamen hat eintragen lassen: «Eau&Moi». Der Eintrag im Markenregister deckt unter anderem «Gemüsesäfte und Getränke auf Gemüsebasis» ab.