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Kampagnenstart für die Fair-Food-Initiative

Die Land- und Ernährungswirtschaft soll nachhaltiger werden. Das ist das Ziel der Fair-Food-Initiative, deren Kampagne am 9. September gestartet wurde.

von sda

Das Stimmvolk entscheidet am 23. September über die Initiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel» (Fair-Food-Initiative) der Grünen. Die Initiantinnen und Initianten wollen den Bund zur Förderung von Lebensmitteln verpflichten, die umweltschonend, tierfreundlich und fair hergestellt werden.

Diese Standards sollen grundsätzlich auch für importierte Lebensmittel gelten. Der Bund müsste die Anforderungen festlegen und sicherstellen, dass Importprodukte diesen genügen. Dazu könnte er Einfuhrzölle anheben. Die Initiative komme allen zugute, schreibt das Initiativkomitee in einer Mitteilung vom Donnerstag: Umwelt und Klima, Konsumentinnen und Konsumenten, Bäuerinnen und Bauern sowie dem Tierwohl.

In der Land- und Ernährungswirtschaft stünden wichtige politische Weichenstellungen an. Das Parlament werde sich bald mit der Weiterentwicklung der Agrarpolitik befassen, und der Bundesrat möchte neue Freihandelsabkommen abschliessen. Umwelt-, Sozial- und Tierschutzstandards spielten dabei aber leider keine Rolle.

Aus Sicht der Initianten wäre die Umsetzung der Fair-Food-Initiative mit wenig Aufwand möglich, etwa durch eine bessere Deklaration oder Zielvereinbarungen mit der Branche. Bewährte privatwirtschaftliche Massnahmen wie Labels sollen gestärkt werden. Wo möglich sollen nachhaltig produzierte Lebensmittel an der Grenze bevorzugt behandelt werden.

Entgegen der Behauptung der Gegner sei die Initiative handelsrechtskonform umsetzbar, schreibt das Komitee. Es sei das Ziel, das bestehende Handelsrecht zu respektieren und es gleichzeitig in Richtung mehr Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln.