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Migros führt eigene Nachhaltigkeits-Deklaration ein

Mit der neuen Nachhaltigkeits-Kennzeichnung «M-Check» will die Migros «mit dem Label-Dschungel aufräumen». Etliche Label werden dafür von den Verpackungen verschwinden.

von pd/wy

Migros-Kunden sollen künftig anhand von «M-Check» erkennen können, welches die wichtigsten Nachhaltigkeitsleistungen des betreffenden Produkts sind. Mit der neuen Kennzeichnung werden die Informationen von verschiedenen Nachhaltigkeitsstandards zusammengefasst, wie die Migros in einer Medienmitteilung schreibt.
Nachhaltigkeitsleistungen, die ausgelobt werden, betreffen den Anbau, die Lieferkette oder die Verpackung. Beispielsweise soll künftig auf Fischprodukten statt das MSC-Label der M-Check mit der Kennzeichnung «nachhaltiger Wildfang» und einem Fisch-Logo stehen. Beim Migros-Eistee wird ausgewiesen, dass er aus «verantwortungsvollem Tee-Anbau» stammt und aus «rezykliertem Verpackungsmaterial» besteht.
Hinter dem M-Check stehe immer in unabhängiger Standard oder ein eigenes, durch Dritte geprüftes Nachhaltigkeitsprogramm. Ebenfalls gekennzeichnet werden sollen eigene Nachhaltigkeitsleistungen wie ökologische Verpackungsoptimierungen oder eigene Bestrebungen zur Verbesserung des Tierwohls.
Die Migros will so 15 bis 20 Label auf den Produkten künftig weglassen, etwa UTZ, Eco oder Ökotex. Bekannte Labels wie Max Havelaar, WWF und FSC erhalten ein eigenes Logo im «M-Check». Migros-eigene Labels wie Bio, Alnatura und TerraSuisse erhalten gar keinen «M-Check».
Die Produkte mit «M-Check» werden schrittweise eingeführt. Die Umstellung wird laut Migros einige Zeit beanspruchen, bestehendes Verpackungsmaterial soll verwendet werden.