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Milchproduzenten erkennen erste Konturen der AP22+

Einige zentrale Anliegen der Milchproduzenten würden voraussichtlich in die Agrarpolitik 22+ aufgenommen, schreiben die Schweizer Milchproduzenten in einer ersten Analyse.

von pd/mos

(Symbolbild zvg)

«Einige zentrale Anliegen der Milchproduzenten wurden im Bericht bestätigt und werden voraussichtlich aufgenommen»: So lautet eine erste Analyse der Schweizer Milchproduzenten (SMP) des Berichts des Bundesrates zur Vernehmlassung der AP22+. Eine Bilanz könne zwar erst gezogen werden, wenn mehr Details vorlägen, schreibt der SMP in einer Mitteilung vom Donnerstag. Erste Konturen seien aber bereits sichtbar.

Positiv werten die Milchproduzenten:

  • dass die für die Landwirtschaft eingesetzten Mittel in den Jahren 2022 bis 2025 auf der heutigen Höhe blieben.
  • dass der Bundesrat die Umlagerung hin zu den Produktionssystembeiträgen bestätigt hat. Details zur Umlagerung blieben aber noch im Nebel, heisst es in der Mitteilung.
  • Auch den Verzicht des Bundesrates, die Verkäsungszulage zugunsten der Silozulage zu reduzieren. Die Milchproduzenten hätten sich vehement dafür eingesetzt, dass die Verkäsungszulage unangetastet bleibe, heisst es in der Mitteilung.
  • dass der Bundesrat die Forderung der SMP aufgenommen hat, die obligatorischen Inlandleistungen bei der Vergabe von Importkontingenten für Fleisch beizubehalten.
  • die bessere Gewährleistung der Absicherung der Familienarbeitskräfte. Der Bundesrat erkenne damit das Zeichen der Zeit.
  • dass das Thema Freihandelsabkommen in der AP nicht mehr aufgenommen werde. Damit werde kein Präjudiz geschaffen.

Die Milchproduzenten bemängeln, dass vom Ziel der administrativen Vereinfachung im vorliegenden Bericht nichts zu sehen sei. Hier müsse der Bundesrat noch nachbessern.