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Mymuesli-Eigentümer wollen verkaufen

Die Eigentümer des Müslianbieters Mymuesli sondieren Möglichkeiten für den Verkauf des Unternehmens.

von wy

Die Investmentbank Harris Williams prüft im Auftrag der Eigentümer Optionen für den Verkauf von Mymuesli. Der Bank lägen zahlreiche Angebote von Kaufinteressenten vor, schreibt LZ-net. Laut Finanzinsidern sollen die Mymuesli-Eigentümer eine Unternehmensbewertung in dreistelliger Millionenhöhe anstreben.

Treiber hinter den Sondierungen ist laut LZ-net die Investmentgesellschaft Genui, die 40 Prozent der Aktien hält. 60 Prozent werden von den drei Firmengründern Max Wittrock, Hubertus Bessaui und Philipp Kraiss gehalten. Wittrock wird von LZ-net zitiert, die Gründer wollten ihre Anteile nicht verkaufen. Genui müsse eine Rendite erwirtschaften, das müsse aber «nicht zwingend über einen Verkauf aller Geschäftsanteile erfolgen».

Dass die Kaufangebote die erhoffte Höhe erreichen, wird in Finanzkreisen bezweifelt. Für 2017 verzeichnete Mymuesli bei einem Umsatz von 59 Millionen Euro einen operativen Verlust von 700 000 Euro. Für 2018 ist ein oprativer Gewinn von 2 Mio. Euro prognostiziert. Belastet wurde die Rechnung vor allem durch den Ausbau des eigenen Filialnetzes und durch Kosten für das Ladenpersonal. Von ursprünglich 51 Läden wurden bereits 22 geschlossen.

Investmentspezialisten gehen davon aus, dass Mymuesli aufgrund seiner Kundendaten aus dem gut laufenden Onlineshop vor allem interessant sein dürfte für Unternehmen wie Nestlé, Unilever oder Oetker.