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Roland baut Stellen ab

Die Brezelfirma Roland Murten AG schliesst eine Produktionslinie im Werk in Murten FR. Davon sind 20 Stellen betroffen wie die Freiburger Nachrichten melden.

von pd/hps

20 Stellen fallen weg.

Die Firma habe schon seit einiger Zeit keine Stellen mehr neu besetzt und mit Temporärangestellten gearbeitet, heisst es aus Medienberichten. Entlassungen werde es keine geben, ein Teil der Mitarbeiter erhalte die Möglichkeit, im Cornu-Mutterhaus in Champagne VD zu arbeiten. Der Firmeninhaber, Marc-André Cornu, plane zudem in Rumänien eine neue Fabrik für sieben Millionen Euro. Dort sollen auf 13 Produktionslinien produziert werden. Auch im neuen Werk sollen 99 Prozent der Produktion im Ausland abgesetzt werden.

Betroffen ist im Werk Murten die Produktion des glutenfreien Knäckebrots, das erst Anfang 2014 lanciert worden war. Entlassungen werde es nicht geben, wie Cornu in den Freiburger Nachrichten zitiert wird. Deshalb brauche es keinen Sozialplan. Die Firma habe schon seit einiger Zeit keine Stellen mehr neu besetzt und mit Temporärangestellten gearbeitet. .

Der Abbau in Murten sei eine erste Konsequenz des wachsenden Kostendrucks. Die Produktion in der Schweiz sei teuer, einerseits wegen der Frankenstärke und andererseits wegen des Schoggigesetzes. Weitere Schritte könnten unter diesen Umständen folgen, wie der Waadtländer Unternehmer zitiert wird. Auf mittlere oder lange Frist drohe in Murten das Ende einer Indus­trietradition

Gemäss eigenen Angaben ist Roland der umsatzstärkste Hersteller von Dauerbackwaren und Laugenapérogebäck auf dem Schweizer Markt. Das Gros des Umsatzes wird im Ausland erwirtschaftet. Seit 2008 ist Roland in die Cornu-Gruppe integriert. Die ganze Gruppe beschäftigt 360 Personen.