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«Im Ausland wird alles als Hartkäse wahrgenommen»

«Lieber morgen die richtige Akquisition als heute die falsche.» Emmi-VR-Präsident Konrad Graber.

alimenta: Urs Riedener sagte, die Schweizer könnten ihren Käse nicht verkaufen. Könnte das Emmi alleine besser? Konrad Graber: Urs Riedeners Aussage war, dass die Werthaltigkeit des Schweizer Käses im Ausland nicht genügend vermittelt werden kann. Der Umsatz beim AOP-Käse ist generell gesunken, nicht nur bei Emmi. Wir haben keine anderen Fähigkeiten als die Mitbewerber. Aber wir haben den Vorteil, dass wir Kaltbach und beispielsweise den Scharfen Maxx haben. Dort konnten wir Preiserhöhungen durchsetzen, bei den AOP-Käsen nicht. Im Ausland ist die Differenzierung ohnehin schwierig. In der Käsenation Schweiz kennen und unterscheiden wir die verschiedenen AOP-Käse. Im Ausland wird alles als Hartkäse wahrgenommen. Die Verkäufe von AOP-Käse gingen nicht nur im Ausland, sondern auch in der Schweiz zurück – ein Alarmsignal? Ja, aber dazu kommt natürlich der Preisdruck vom Ausland. Ja, man  müsste die Schweizer dazu aufrufen, mehr Schweizer AOP-Käse zu essen. Wobei Emmi mit Kaltbach dem Scharfen Maxx und anderen Marken einen Weg gefunden hat, den Rückgang bei den wertschöpfungsstarken Käsen etwas abzudämpfen. Emmi hat schon verschiedene Ziegenmilchverarbeiter zugekauft. Wie wichtig ist dieses Segment? Das Segment ist noch sehr klein, aber mit grossen Wachstumschancen. Ziegenmilchprodukte werden immer mehr gewünscht, sie sind deshalb mittlerweile ein strategisch wichtiges Thema für Emmi geworden. Bei Cypress Grove Käse und anderen Emmi-Ziegenkäse-Spezialitäten merkt man den Geissengeschmack nicht, der manche Konsumenten stört. Ein wichtiger Trend ist lactosefrei. Trotzdem ist Emmis lactosefreie Linie Good Day bereits wieder tot? Die Joghurts und Joghurt-Drinks von good day hatten nicht ansatzweise den von uns erhofften Erfolg. Im Moment sind unter dieser Marke nur noch Basisprodukte wie Milch oder Rahm erhältlich. In Spanien ist «sin lactosa» ein grosses Thema, dort sind wir Marktleader. Wir haben dieses erfolgreiche Konzept in die Schweiz zu transferieren versucht, was uns nicht ideal gelungen ist. Das schreckt uns aber nicht ab, weiterhin Trends von einem Markt in den anderen zu transferieren. Das scheint etwa mit dem Protein-Trend aus den USA und Grossbritannien zu funktionieren, auch mit Ziegenkäse. Ich bin überzeugt, dass Sin Lactosa auch mal noch kommt. Im Moment setzen wir lactosefrei bei Caffè Latte um. Wie laufen Chai Latte und Tea Latte? Nicht so gut wie erhofft. Es wird nicht der Erfolg sein wie bei Caffè Latte. Wann erreicht Emmi ihr Ziel, die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen? Durch den Frankenschock sind wir sicher um zwei Jahre zurückgeworfen worden. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten zwei drei Jahren das Ziel erreichen werden. Aber wir haben keinen Zeitdruck. Lieber morgen ein nachhaltiges Wachstum oder die richtige Akquisition als heute die falsche. Gibt es bestimmte Märkte, in denen Emmi akquirieren möchte? Die gibt es, aber das kommunizieren wir nicht. Das immer wieder angesprochene China ist nicht das grosse Thema für Emmi. Dort fahren wir mit dem Export von Schweizer Qualitätsprodukten sehr gut. Das ist ein kleines, aber feines Geschäft. Wenn wir in einem bestimmten Markt akquiriere, dann wollen wir, überspitzt gesagt, nicht die Nummer 30 sein, sondern unter den ersten drei Sei es auf dem gesamten Markt, wie mit Vitalait, in einer Kategorie, wie mit unseren Desserts von A-27 und Rachelli oder in einer Nische, wie mit Cypress Grove Chevre und Redwood Hill.

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