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Mühlengruppe Groupe Minoteries macht weniger Umsatz

Die Mühlengruppe Groupe Minoteries sieht sich im Zangengriff von forsch auftretenden Produzenten und preisdrückenden Konsumenten. Letztes Jahr konnte sich das Unternehmen am Markt behaupten.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)

Die Mühlengruppe Groupe Minoteries (GMSA) hat letztes Jahr leicht weniger Umsatz (137,9 Mio. Franken, -0,6%) und weniger Gewinn gemacht (5,6 Mio., 2018: 6 Mio. Fr.). Das Unternehmen habe aber seinen Marktanteil von 29 Prozent in einem «hochkompetitiven Marktumfeld» unverändert halten können, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die Müllerei stehe von zwei Seiten unter Druck, heisst es weiter. Der schwache Euro befeuere den Import von weitgehend konsumfertigen Brot- und Backwaren und die Margen stünden unter Druck, weil die Konsumenten glaubten, Nahrungsmittel «dürften nichts mehr kosten». Auf der anderen Seiten sei man mit einer «eindrücklichen Phalanx von dezidiert auftretenden Getreideproduzenten konfrontiert». So sei etwa der Warenaufwand   trotz der überdurchschnittlichen Ernte gegenüber dem Nettoumsatz nur unwesentlich und zwar von 69.7% (2018) auf 68.3% (2019) gesunken. Gehe diese Entwicklung so weiter, komme man nicht umhin, das Unternehmen weiter zu verschlanken.

Abschied von den Fabrikmehlen

Die – zumindest im Grundsatz – mit hohen Risiken behafteten Kundenausleihungen habe die GMSA letztes Jahr gegenüber früher massiv reduziert, weil man nicht die Rolle eines Finanzdienstleisters einnehmen könne und wolle, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem hat sich die GMSA vom Segment der «technischen Mehle/Fabrikmehle», die einen zolltechnischen Sonderstatus unterworfen sind, ab dem 2. Semester 2019aus Risikoüberlegungen bewusst und zumindest vorläufig verabschiedet –  trotz der bedeutenden Mengen, die man in den Vorjahren generiert habe.

Ende 2019 hat die GMSA die Rhonemühle Naters vollständig übernommen. Das Gros der Synergien dieser Akquise werden sich erst im zweiten Halbjahr 2020 entfalten, wenn man sich in Naters nach der Produktionsverlagerung der Basismehle ausschliesslich auf die AOP-Mehle respektive die mit dem Wallis in Verbindung stehenden Label Produkte konzentrieren könne, heisst es weiter.

Zum Geschäftsbericht 2019: https://www.gmsa.ch/fileadmin/2020/rg/04/21/Geschaeftsbericht/index.html