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Konsumentenfranken: 34 bis 52% gehen an Bauern

Im Jahr 2015 lag der Anteil, den Schweizer Landwirte vom Konsumentenpreis erhalten, bei den beobachteten Produkten zwischen 34 und 52%. Der Produzentenanteil stieg bei Äpfeln um 1 Prozentpunkt.

von lid

Bei Fleisch verdienten die Schweizer Bauern prozentual am meisten vom Konsumenten-Franken.

Für Käse und Früchte bekamen Bauern im Jahr 2015 den tiefsten Anteil des Konsumentenpreises, so das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einer Mitteilung. Die höchsten Anteile wiesen Kalb- und Rindfleisch auf.

Der prozentuale Verdienst des Landwirtes an Milchprodukten ist 2015 gesunken. Der Anteil der Konsummilch ist auf 43,1% abgefallen, dies entspricht gegenüber dem Vorjahr 3,7 Prozentpunkten. Am Käse verdiente der Bauer mit 34,4% rund 2 Prozentpunkte weniger. Laut BLW seien die sinkenden Produzentenpreise für diese Abnahme mitverantwortlich.

Am Fleisch verdiente der Schweizer Bauer 2015 prozentual mehr als im Vorjahr. Beim Rindsfleisch stieg der Anteil des Produzentenpreises um 3,4 Prozentpunkte auf 50,2%. Dies ist der grösste Anstieg. Das Kalbfleisch zeichnet den grössten Anteil am Konsumentenpreis aus: 52,6% des Preises geht an den Landwirten. Beim Schweinefleisch sank er mit -2,9% auf 39,1% relativ stark.

Beim Gemüse zeigte sich allgemein mit 41% eine Zunahme des Produzentenanteils gegenüber dem Vorjahr. Bei den beachteten Gemüsen variierte dies jedoch stark. Der Kopfsalat zeigte den höchsten Anstieg, Karotten und Gurken den tiefsten. Nach BLW sei der Hauptgrund tiefere Verkaufspreise.

Bei Früchten lag der Produzentenanteil mit 38,4% vergleichsweise tief. Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist jedoch uneinheitlich. Bei Aprikosen, Äpfeln und Erdbeeren stieg der Anteil am Konsumentenpreis an, bei Birnen und Kirschen sank dieser jedoch.