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Friesland Campina kompensiert Bauern für weniger Milch

Der niederländische Milchkonzern zahlt seinen Milchproduzenten einen Betrag von 10 Cents pro Kilo minder eingelieferter Milch. Diese Massnahme passt zudem in die staatlichen «Phosphatverminderungsmassnahmen».

von pd/hps

10 Cents pro Kilo weniger Milch. (Bild: zvg)

FrieslandCampina belohnt seine Mitglieder sechs Monate lang mit 10 Cent pro Kilogramm nicht erzeugte Milch. Die Molkerei will so die Phosphatproduktion auf den Milchviehbetrieben schneller reduzieren, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Dies sei im Zug der angekündigten niederländischen Phosphat-Produktionsrechte geschehen. Ausserdem verbessere sich durch die geringere Milchmenge die Wertschöpfung für die Milch. Friesland Campina wolle so die Milchmenge um 150 Mio. kg im Zeitraum vom ersten Oktober 2016 bis 31. März 2017 senken. Gleichzeitig stärke das Unternehmen auch seine Marktposition.

«Wir stellen 15 Millionen Euro für die Milchviehhalter zur Verfügung die weniger Milch erzeugen»

Schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Das entspreche 10 Cent je nicht geliefertem Kilogramm Milch. Dieser Betrag gilt zusätzlich zur Milchsenkungsprämie von 14 Cent, die die Europäische Union Milchviehhaltern pro Kilogramm nicht erzeugter Milch auszahlt. Ausgenommen von dieser Massnahme seien Milchviehhalter mit biologischer oder biologisch-dynamischer Milch sowie Direktvermarktern könne jedes Mitglied der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina daran teilnehmen. Die Teilnahme erfolgt freiwillig. Die Regelung gelte gemäss Friesland Campina für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017.