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Neuenburg: 9 Millionen für Sanierung von acht Käsereien

Das Neuenburger Kantonsparlament hat einen Kredit von fast 9 Millionen Franken bewilligt, um acht Käsereien im Kanton zu modernisieren.

von sda/mos

Acht handwerkliche Käsereien im Kanton Neuenburg müssen modernisiert werden. (Symbolbild Pixabay)
Die Neuenburger Abgeordneten haben am Dienstag einen Kredit von 8,9 Millionen Franken, davon 4,7 Millionen vom Bund finanziert, für die Modernisierung von acht Käsereien im Kanton angenommen. Die gesamten Investitionskosten für die Erneuerung der Käsereien belaufen sich auf 23,2 Millionen Franken. Bund und Kanton beteiligen sich mit knapp 9 Millionen, der Rest wird von den Projekteignern finanziert.
Käsereien erfüllen heutige Standards nicht mehr
«Die Verwirklichung dieser verschiedenen Projekte wird die lokale Wirtschaft unterstützen. Dies wird mehreren Käsereien des Kantons, ihren Angestellten und folglich Dutzenden von Bauernfamilien, die ihnen täglich ihre Milchproduktion liefern, für viele Jahre eine Zukunftsperspektive bieten», erklärte Staatsrat Laurent Favre im Parlament.
Der Staatsratspräsident erinnerte daran, dass 10 % des Gruyère AOP im Kanton Neuenburg produziert werden. Man wolle ein hohes Qualitätsniveau aufrechterhalten und zum Beispiel Käsereien unterstützen, die das Potenzial der biologischen Produktion nutzen wollten, so Favre.
Mehrere handwerkliche Käsereien im Kanton entsprechen nicht mehr den heutigen Standards in Bezug auf Qualitätssicherung, Energieeffizienz und Arbeitsrationalität. «Die Hygienestandards in der Lebensmittelindustrie sind strenger geworden», sagte der Vorsteher der Abteilung für Raumentwicklung und Umwelt.
Ökologische Bedenken
Mehrere Grüne und Liberale waren gegen den Kredit oder enthielten sich der Stimme. Sie wiesen insbesondere auf das Problem des Düngers hin, der das Grundwasser beeinträchtige, sowie auf das Problem der Futtermittel, die meist importiert würden. Ihrer Meinung nach könnte der Anstieg der Käseproduktion zu einer höheren Produktion von Molke führen, was wiederum einen Anstieg der Schweinehaltung zur Folge haben könnte. Molke wird häufig an Schweine verfüttert.
Der Staatsrat entgegnete, dass die Schweineproduktion im Kanton nicht zunehmen werde. Dass Schweine mit lokaler Molke gefüttert würden, sei nachhaltig.