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Beyond Meat empfiehlt Platzierung im Fleischregal

Um das Zielpublikum der Flexitarier optimal anzusprechen, sollen Fleischersatzprodukte in deutschen Läden vermehrt beim konventionellen Fleisch angeboten werden.

von lz/wy

Separate Vegi- und Vegan-Sortimente sind bisher im europäischen Detailhandel Standard. Beyond Meat, der Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen, will dies ändern. Das Unternehmen empfiehlt dem Handel die Platzierung seiner Produkte neben den tierischen Fleischprodukten, wie LZ-net schreibt.
Grundlage dafür ist eine Studie aus den USA, wonach die Verkäufe um 13 bis 32 Prozent stiegen, wenn tierische und alternative Fleischprodukte zusammen platziert wurden. Die NGO Plant Based Foods Association und die US-amerikanische Supermarktkett Kroger führten die Studie im letzten Winter in den drei Bundesstaaten Colorado, Indiana und Illinois durch. Eine weitere Studie von NPD Group legt nahe, dass in den USA vor allem Flexitarier die Produkte von Beyond Meat und anderen Herstellern von Fleischalternativen kaufen.
«Durch die Platzierung direkt neben Fleischprodukten findet unsere Zielgruppe unsere Produkte genau dort, wo sie auch nach echtem Fleisch sucht», wird Verena Wiederkehr von Beyond Meat zitiert. Das separate Vegi- und Vegan-Regal bleibe weiterhin sinnvoll für Veganer und Vegetarier, Flexitarier würden sich aber selten dorthin verirren.
Das Echo aus dem deutschen Detailhandel ist unterschiedlich. Bei Lidl etwa werden pflanzliche Wurstalternativen der Eigenmarken bereits im tierischen Segment angeboten. Bei Aldi ist das Thema in Beratung, Rewe wollte sich nicht gemäss LZ-net äussern. Auf vegane Produkte spezialisierte Händler sind skeptisch. «Für Veganer ist es eine Zumutung, zum Fleischregal gehen zu müssen», wird Kai Scholand zitiert, der in Mülheim an der Ruhr 80 verschiedene vegane Fleischersatzprodukte anbietet. Eher denkbar sei eine Zweitplatzierung im Fleischregal.