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Vion forciert Fleischersatz aus Ackerbohnen

Die Vion-Tochter ME-AT setzt auf pflanzlichen Fleischersatz für Handelsmarken aus dem Rohstoff Ackerbohnen.

von lz/wy

Der niederländische-deutsche Fleischkonzern Vion treibt mit der firmeneigenen Start-up ME-AT das Segment pflanzliche Fleischalternativen voran. «Diese Produkte werden ein deutlicher Teil unserer Zukunft sein», zitiert LZ-net Vion-Chef Roland Lotgerink. Dazu wurde ein Rinderschlachthof im niederländischen Leeuwerden umgebaut und mit drei Produktionslinien für Fleischersatz ausgestattet. Nach Angaben von Vion ist es die «modernste und fortschrittlichste Produktionsstättee für Fleischalternativen weltweit». Aus der Fabrik stammen seit zwei JahrenBurger-Patties, Spareribs, Lachs, Schinken, Pouletbrust und verschiedene Würste, die als Eigenmarken verkauft werden, in den Niederlanden bei Albert Heijn und Plus, in Deutschland bei Edeka und Netto. Die Produktionskapazität in Leeuwerden liegt gemäss Vion bsi 6000 Tonnen pro Jahr und ist aktuell zu einem Viertel ausgelastet.
Vion erzielt heute einen Gesamtumsatz von 4,6 Milliarden Euro, das Fleischersatz-Geschäft bringt rund 5 Mio. Euro ein. Dieser Wert soll jährlich verdoppelt werden.
Bisher wichtigster Rohstoff ist gentechfreie Soja aus abholzungsfreien Regionen. Neu beginnt ME-AT nun mit der Verarbeitung von Ackerbohnen, die in den Niederlanden angebaut und über die Genossenschaft Agrifirm an ME-AT geliefert werden. Die Produzenten erhalten dafür den Weizenpreis, damit sich der Anbau lohnt.