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Die Region Jura erhält die erste Auszeichnung «Cercle Régional»

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO wollen mit der gemeinsam überreichten ersten Auszeichnung «Cercle Régional» eine Schweizer Region ins Rampenlicht rücken. Die Auszeichnung wurde erstmalig vergeben.

von pd

(zVg)
Laut der externen Jury ist es der überkantonalen Region Jura in vorbildlicher Weise gelungen, mit Mitteln der Agrar-, Regional- und Tourismuspolitik regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen.
Die Optimierung der einheimischen Käseproduktion, die professionelle Online-Vermarktung von regionalen Produkten oder die Kreation von aussergewöhnlichen Übernachtungsangeboten für Gäste: Über die Sektoren hinweg haben innovative Macherinnen und Macher in den letzten Jahren in der Region Jura und Berner Jura diverse Projekte im Bereich Agrotourismus und nachhaltige Ernährung realisiert. Für dieses Engagement wird die Region nun mit der Auszeichnung «Cercle Régional» geehrt.
Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten fördern
Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO fördern mit verschiedenen Programmen Projekte, um die nachhaltige Wertschöpfung in ländlichen Räumen zu fördern. Jedes dieser Programme verfolgt spezifische Ziele. Für eine nachhaltige Regionalentwicklung sei jedoch gerade in ländlichen Räumen eine sektorübergreifende Herangehensweise nötig, schreibt das BLW. Mit der Auszeichnung «Cercle Régional» erhalten Regionen Aufmerksamkeit, die in der strategischen Nutzung dieser Projektfördermittel für den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten erfolgreich sind. Die Auszeichnung wird im Sinne eines Pilotprojekts erstmalig vergeben.
Die Region Jura überzeugte
Alle zehn Regionen, die das BLW und das SECO für die Auszeichnung nominiert haben, sind bereits vorbildlich unterwegs. Die Wahl der überkantonalen Region Jura für die Auszeichnung «Cercle Régional» wurde von einer externen 5-köpfigen Jury entlang definierter Kriterien vorgenommen. Die Jury erkannte grosses Potenzial in den einzelnen Projekten, die durch das Thema Agrotourismus überkantonal verbunden sind. So wurde beispielsweise mit dem Neubau der Freiberger Käserei in Le Noirmont die Verarbeitungskapazität von jurassischen Käsespezialitäten gezielt erhöht. Mit einem Projekt zur Angebotsschaffung rund um die Freiberger Pferde investierten Projektträger in Reitwege, Übernachtungsmöglichkeiten sowie in Verkaufsräume von Regionalprodukten. Ein Wegwandernetz verbindet Biobauernhöfe, bringt Gäste und Bauernfamilien in Kontakt und stärkt so den kulturellen Austausch und den Verkauf von Hofprodukten. Am diesjährig erstmals durchgeführten Festival «JuBénales» im Berner Jura entdeckten Gäste und Einheimische ausserdem über vielfältige Aktivitäten und Angebote die jurassische Kulinarik, Kultur und Natur.
Diese von BLW und SECO unterstützen Projekte, würden exemplarisch das Zusammenspiel in der Wertschöpfungskette aufzeigen. Es würden Arbeitsplätze geschaffen, die Wertschöpfung über die Branchen hinweg gesteigert und mit der Stärkung des Themas Agrotourismus ein langfristig angelegter Mehrwert geschaffen.