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Betrügern und Viren auf der Schliche

Das Westschweizer Start-up SwissDeCode entwickelt und verkauft DNA-Schnelltests, mit denen auch Laien schnell und unkompliziert Lebensmittel auf undeklarierte Stoffe testen können.

von aa

«Unsere Tests sind ganz einfach in der Anwendung»: Gianpaolo Rando. (zVg)
Dank dem Schnelltest von SwissDeCode kann das Kakaovirus entdeckt werden, was grossflächige Entwaldungen verhindert. (zVg)
Einfach eine Probe des Lebensmittels ins Teströhrchen geben, die Testflüssigkeit dazu geben und eine halbe Stunde später zeigt einem die Farbe das positive oder negative Resultat an. SwissDeCode hat massgeschneiderte Lösungen für verschiedene Kunden aus der Lebensmittelindustrie und ihre Produkte entwickelt. Heute gehören Mais, Milch und Kakao zu den wichtigsten Anwendungsgebieten. Die Hauptmärkte sind Asien und Afrika, wie Mitgründer Gianpaolo Rando erklärt. So kann mit dem Kit geprüft werden, ob Maislieferungen tatsächlich GVO-frei sind. Mit den Tests können Milchfirmen auch feststellen, ob ihre A2-Milch – die besser verträglich ist – mit A1-Milch kontaminiert ist.
Zum Einsatz kommen die Schnelltests auch in den Kakaoanbaugebieten von Ghana und der Elfenbeinküste. Dort bedroht das tückische CSSD-Virus die Kakaoproduktion. Infizierte Kakaobäume können bis zu zwei Jahre lang keine Symptome zeigen. Dann schwellen die Stämme und Wurzeln an und die Pflanzen sterben innerhalb von drei bis vier Jahren ab. Bis heute gibt es keine Behandlung gegen das Virus. Die einzige Lösung ist die Früherkennung und die Isolierung der infizierten Bäume. Mit dem Kit von SwissDeCode können die Kakaobauern die Blätter der Bäume testen, bevor es zu spät ist.