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Nachwuchswerbung und erfolgreicher Raclette-Käse

Am bernischen Käsertag drehte sich vieles um Werbung - Werbung für Käse und Werbung für die Käserinnen und Käser.

Raclette ist ein erfreuliches Kapitel in der wechselvollen Geschichte der Schweizer Milchwirtschaft. Jürg Kriech, Geschäftsführer der Sortenorganisation Raclette Suisse, sprach am bernischen Käsertag vom 2. März in Schönbühl BE über die Entwicklungen bei dieser Käsesorte.
Die Produktion von Raclette-Käse stieg von 8000 Tonnen im Jahr 1990 auf 16700 Tonnen im letzten Jahr, davon wurden im letzten Jahr 3259 Tonnen exportiert, mit Abstand wichtigstes Exportland ist Deutschland. In der Schweiz ist der Konsum in den Haushalten wieder etwas zurückgegangen, nach neuen Rekordwerten in den Corona-Jahren.
Die Sortenorganisation Raclette Suisse, 1994 gegründet, regelt, im Unterschied zu anderen Sortenorganisationen weder Mengen noch Richtpreise, sondern befasst sich lediglich mit Basismarketing, Markenschutz und der Absatz- und Qualitätsförderung. Mit 2,5 Stellen und einem Budget von 3,4 Mio. Franken ist sie entsprechend schlank aufgestellt. Raclette Suisse hat 39 Mitglieder, von Dorfkäsereien bis zu den industriellen Herstellern. Ein grosser Teil des Geldes, gut 700000 Franken, geht in die Exportförderung, daneben sind Degustationen, TV-Werbung, Online-Werbung und Werbung auf sozialen Medien wie Instagram, Pinterest oder Tiktok wichtig, wie Kriech erklärte.
Raclette Suisse arbeitet auch mit Prominenten zusammen. Marc Trauffer, der bekannte Musiker und Unternehmer, ist Markenbotschafter, Raclette Suisse wird beispielsweise auf der kommenden Tour mit Raclette-Ständern dabei sein. Neu wirbt auch Steffi Häberlin, zweifache Schweizer Meisterin im Mountain-Bike-Marathon und Vize-Europameisterin, für  Raclette.
Neue Spitze beim SMV
In Schönbühl vorgestellt wurde auch die neue Spitze beim Schweizerischen Milchwirtschaftlichen Verein SMV. Seit dem 1. März ist Petra Gasser (38), die neue Geschäftsführerin. Gasser ist Landwirtin und hat Nutztierwissenschaften studiert, sie war zuletzt Geschäftsführerin beim Kälbermästerverband. Kristina Andri? (37) hat eine kaufmännische Ausbildung und ist Fachfrau Bildung. Neuer Präsident ist Fromarte-Präsident Hans Aschwanden.
Roland Tanner, Kommunikationschef beim SMV, stellte die Nachwuchswerbung vor. Für den Milchtechnologen müsse man ebenso Werbung machen wie für eine Marke, sagte er. Als Beispiel brachte er die Kosmetik-Marken Bac, Timotej oder Denim, die in den Achtzigerjahren allgegenwärtig waren, die aber mit der immer stärkeren Ausdifferenzierung des Angebots langsam «einschliefen», weil die Werbung nicht mehr aufrechterhalten wurde. «Wenn der Milchtechnologe nicht beworben wird, passiert mit dem Beruf das gleiche», sagte er.
Die Vorteile des Berufs aufzeigen
Wichtig sei dabei, dass man die Brille der Zielgruppen aufsetze: Der Jugendlichen, die sich für Fitness, Sport, Ernährung und Gesundheit interessierten. Ihnen könne man beispielsweise erklären, dass ein Milchtechnologe zwar früh zur Arbeit muss, dafür aber zu einer Zeit ins Gym kann, wenn viele Geräte frei sind. Attraktiv seien auch die flachen Hierarchien und die guten Aufstiegsmöglichkeiten. Man könne die Jungen auch nicht mehr abholen mit klassischer Plakat- oder TV-Werbung, sondern müsse dies auf den sozialen Medien tun. «Die besten Werbeträger sind aber Sie, die Berufsleute», betonte Tanner. Die Käserinnen und Käser könnten an einem Schnuppertag die Attraktivität des Berufes eins zu eins herüberbringen. Zu diesem Zweck bietet der SMV zum Beispiel Messekoffer an den vier Schulstandorten an, die verschiedene Werbe- und Infomaterialen und Gadgets erhalten. Ferner stehe der SMV auch bei der Beratung für die Streuung von Flyern und Plakaten zur Verfügung.

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