5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Kommt es zu einer Zinspause?

Die galoppierende Inflation hat sich in den USA etwas abkühlt – das dürfte die US-Notenbank Fed freuen. Denn ihre strenge Geldpolitik im Kampf gegen die hohen Konsumentenpreise ist nicht ohne Risiken.

Die US-Notenbank steht nach zehn Anhebungen des Leitzinses in Folge womöglich vor einer Zinspause. Die Entscheidung zum weiteren Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) wird an diesem Mittwoch bekanntgegeben. Analysten gehen davon aus, dass die Notenbank der grössten Volkswirtschaft der Welt den Leitzins unverändert auf einer Spanne von 5,0 bis 5,25 Prozent belassen dürfte. Das ist der höchste Wert seit 2007 – also vor Beginn der weltweiten Finanzkrise.
Sinkende Inflation
Rückenwind dürften der Fed die neuen Inflationsdaten geben. Demnach hat sich der Anstieg der Konsumentenpreise in den USA im Mai merklich abgeschwächt. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 4,9 Prozent gelegen. Die aktuelle Rate ist die niedrigste seit März 2021.
Im Kampf gegen die hohe Inflation hatte die Notenbank auf teils beachtliche Zinsschritte von 0,75 Prozentpunkten gesetzt. Zuletzt verlangsamte die Fed das Tempo aber deutlich. Sie wird am Mittwoch auch eine aktualisierte Wirtschaftsprognose veröffentlichen. Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits nach der Sitzung im Mai die Tür für eine mögliche Zinspause geöffnet, sich aber nicht festgelegt. Er machte gleichzeitig deutlich, dass Zinssenkungen absehbar nicht zu erwarten seien.
Zinserhöhungen wirken verzögert
Die Inflation im Zaum zu halten, ist die klassische Aufgabe der Notenbanken. Steigen die Zinsen, müssen Privatleute und Wirtschaft mehr für Kredite ausgeben – oder leihen sich weniger Geld. Das Wachstum nimmt ab, Unternehmen können höhere Preise nicht unbegrenzt weitergeben – und idealerweise sinkt die Inflationsrate. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft abgewürgt wird.
Zwar machen die neuen Inflationsdaten Hoffnung, dass die strenge Zinspolitik der Fed langsam erste Erfolge bringt. Die Inflationsrate ist aber immer noch weit entfernt von dem angestrebten Wert der Fed von durchschnittlich zwei Prozent.
Seit Anfang 2022 hat die Fed auf Zinserhöhungen gesetzt und dabei ein Tempo vorgelegt wie seit Jahrzehnten nicht. Dies dürfte aber noch nicht in vollem Umfang Wirkung gezeigt haben, denn Zinserhöhungen wirken erst zeitverzögert. Eine Zinspause könnte nun für die Fed eine Möglichkeit sein, sich etwas Zeit zu geben, um die nachhaltigen Effekte der strengen Geldpolitik zu beobachten.
Banken waren nicht vorbereitet
Powell hatte zuletzt deutlich gemacht, dass die jüngsten Turbulenzen im Bankensektor wegen einer zurückhaltenderen Kreditvergabe einen ähnlichen Effekt haben könnten wie Zinserhöhungen.
Bei den vergangenen Sitzungen mussten die Zentralbanker auch abwägen zwischen der Beruhigung der besorgten Märkte und dem Kampf gegen die hohen Verbraucherpreise. Denn die aggressiven Zinserhöhungen der Fed haben einen Teil der Banken-Turbulenzen ausgelöst. Strauchelnde kleinere Geldhäuserwaren waren in den vergangenen Monaten zusammengebrochen – auch weil sie sich nicht ausreichend für steigende Zinssätze gewappnet hatten.

Milchwirtschaftliches Museum

Ähnliche Beiträge

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.