Am Goldhasen haben auch Kinder Freude - Lindt macht dafür aber keine Werbung, die sich an Kinder richtet. (Lindt)
Seit Anfang Juli macht Lindt keine Werbung mehr in Medien, bei denen mindestens 30 Prozent des Publikums Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind. Das betrifft TV, Radio, Zeitungen und Zeitschriften, Kino- und Online-Werbung, Direktmarketing, Produktplatzierungen, interaktive Games, Outdormarketing sowie Handy- und SMS-Marketing. Das geht aus einer
Erklärung zur verantwortungsvollen Marketingpolitik hervor, die Lindt auf seiner Website aufgeschaltet hat.
Zudem richte sich alle Lindt-Kommunikation - ob in der Werbung, auf der Verpackung oder im Geschäft - an erwachsene «Gatekeeper», also Eltern oder Grosseltern, heisst es weiter. Lindt entwickle kein Werbe- oder Verkaufsförderungsmaterial, das sich in erster Linie an Kinder unter 16 Jahren richte - «obwohl sich einige unserer Produkte hervorragend als Geschenke für Kinder eignen». Zudem ermutige die Werbung niemals zu übermässigem Konsum.
Lindt & Sprüngli hat bereits seit einigen Jahren eine Richtlinie für verantwortungsvolle Marketingpolitik, mit der das Kindermarketing eingeschränkt wird. Auf Anfang Juli wurde diese nun aktualisiert. Bislang machte Lindt keine Werbung in Medien, die sich an ein Publikum unter 13 Jahren richten. Nun wurde diese Alterslimite auf 16 Jahre erhöht. Die Richtlinie orientiere sich an der «Best Practise» im Markt, die bereits andere Unternehmen anwenden, schreibt eine Sprecherin von Lindt & Sprüngli auf Anfrage von foodaktuell.