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A-Richtpreis steigt um drei Rappen - aber erst im Juli

Die Branchenorganisation Milch (BOM) erhöht den A-Richtpreis für Molkereimilch für das dritte und vierte Quartal um drei Rappen. Die Produzentenvertreter forderten sofort vier Rappen mehr, fanden damit aber keine Mehrheit im BOM-Vorstand.

Die Bauernvertreter in der BOM wollten vier Rappen mehr per sofort, jetzt gibt es drei Rappen mehr ab Juli.

Quelle: Symbolbild Pixabay

Der A-Richtpreis für Molkereimilch bleibt auch im zweiten Quartal unverändert bei 79 Rappen pro Kilogramm. Im dritten und vierten Quartal steigt er um drei Rappen auf 82 Rappen pro Kilogramm. Das hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch am Freitag entschieden. Eine Preiserhöhung bereits im Frühjahr mit hohem Milchaufkommen wäre ein falsches Marktsignal gewesen, schreibt die BOM in einer Mitteilung. Die Vertreter der Milchproduzenten hatten auf eine sofortige Preiserhöhung von vier Rappen gepocht, fanden damit im Vorstand aber keine Mehrheit.
Der BOM-Vorstand sei sich der aktuell sehr schwierigen Marktsituation bewusst, heisst es in der Mitteilung weiter. Besonders im Käsesektor sei die Marktsituation angespannt. Deshalb fordert die BO Milch eine Erhöhung der Verkäsungszulage um 3 Rp./kg Milch. Damit könne die angespannte wirtschaftliche Situation der Milchproduzenten «substanziell» verbessert werden.
Da es im Moment viel Milchprotein hat, hat der Vorstand beschlossen, ab dem dritten Quartal das Inkasso zugunsten der Fonds von 4,5 Rp. auf 5 Rp. zu erhöhen. Mit den zusätzlichen Mitteln will die BOM laut eigenen Angaben einen Beitrag zur Stabilisierung des Milchmarkts leisten.
Der Schweizer Bauernverband (SBV) würdigt die Erhöhung des Richtpreises in einer Mitteilung «als ersten Schritt». Die Verarbeiter und Händler hätten den Ernst der Lage verstanden: Keine Erhöhung hätte den Frust in der bäuerlichen Basis verstärkt, so der SBV.
Der Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) bezeichnet die Erhöhung als «hart erkämpften Kompromiss». Die bisherigen Preissteigerungen seien in den letzten drei Jahren durch die Kostensteigerungen in der Produktion mehr als weggefressen worden. «Für die Milchproduzenten ist es deshalb zentral, dass das gestiegene Kostenumfeld auf den Markt übertragen werden kann», so die SMP. Dieses Ziel sei noch nicht erreicht. Es brauche dazu «ein deutliches Signal mit der künftigen Agrarpolitik 2030».
2023 hatte der Richtpreis das ganze Jahr über 81 Rappen betragen. Auf den 1. Januar 2024 wurde er auf 79 Rappen gesenkt. Ab Juli wird der Richtpreis also leicht höher sein als im letzten Jahr.

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