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Coop setzt auf Italianità

Im Bahnhof Aarau eröffnete der Detailhändler mit «Sapori d'Italia» den ersten Laden der ausschliesslich italienische Lebensmittel anbietet.

von hps

Philipp Wyss und Joos Sutter anlässlich der Eröffnung des neuen Ladens.

Coop präsentierte viele neue Formate in letzter Zeit. Dabei habe Coop immer die Trends gespürt, was die Schweizer Konsumenten bewegen würde, wie Coop Chef, Joos Sutter sagte. Zum Beispiel mit den «to go-Läden» oder Karma mit vegetarischen Lebensmitteln, «Bachhüsli» und «Zopf&Zöpfli» und kurz, mit mehr Frische und Convenience. Doch:

«Ein Konzept hat noch gefehlt»

sagte sagte Coop-Chef Joos Sutter. Nämlich dasjenige der «Italianità». Der grossen Sehnsucht des Konsumenten nach dem Duft und Geschmack Italiens. Schliesslich sei es kein Zufall, dass die italienische Küche zu den beliebtesten Küchen in der Schweiz zähle. Nun hat der Händler einen neuen Laden im Aarauer Bahnhof mit Namen «Sapori d’Italia» eröffnet. Dort sollen künftig bis zu 1000 Produkte unter der Coop-Eigenmarke «Sapori d’Italia» angeboten werden, wie Philipp Wyss, der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsleitung erklärte. Die «Sapori-Produkte» sollen jedoch nicht nur in eigenen Shops verkauft werden, sondern auch in den Coop-Supermärkten im Regal angeboten werden. Wie zu Beispiel Barilla-Produkte oder wie ein anderes Produktekonzept wie «Karma». Bei der Beschaffung der Lebensmittel arbeitet Coop mit Conad in Italien zusammen. Der Import von «Sapori-Produkten» sei jedoch nicht nur eine Einbahnstrasse, erklärt Wyss, sondern diene Coop auch als Exportsprungbrett zum Beispiel für Schokolade von Halba.

Die Preise der «Sapori-Linie» sind teilweise höher als die Fine-Food-Linie angesiedelt. Doch die Qualität soll auch für sie sprechen. So werde zum Beispiel der Teig für die Focaccia nur aus Biogetreide hergestellt, liege während 24 Stunden an der Stockgare und werde im Laden gebacken und dann und mit unterschiedlichen Zutaten belegt, sei es mit Rucola, frisch vom Laib geschnittenem Prosciutto di Parma oder mit zartem Mozzarella, sagte Wyss.

Der Barista bereitet die Kaffeebohnen mit einer Cimbali-Kolbenmaschine zu und macht Ristretto, Espresso, Cappuccino oder Latte macchiato. Die Bohnen werden direkt im Laden geröstet. Die Pizzen werden vorfabriziert, werden im Shop aber noch frisch belegt und kommen gekühlt in die Auslage. Die Getränkepalette ist breit und beinhaltet typisch italienische Bittergetränke, hergestellt aus Chinotto-, Bergamotte oder sizilianischen Orangen-Früchten. Auch Antipasti, Salate oder Pasticcerie wie Cannoli, Amaretti, Cantuccini oder Brutti e Buoni dürfen nicht fehlen. Daneben wartet Sapori d’Italia mit einem grossen Angebot an italienischen Weinen, Erfrischungsgetränken wie Gazzosa und auch an Pasta, Risotti, Sugo oder Olivenöl auf.

Kurz: «Wenn der Wecker am Morgen klingelt, soll man sich freuen, dass man bald in den «Sapori d’Italia-Laden» gehen kann», sagte Sutter.