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Direktvermarktung: Alpomat gut gestartet

Seit sechs Monaten stehen in der Stadt Zürich Verkaufsautomaten mit Alp- und Hofspezialitäten direkt vom Bauern. Die Initianten ziehen eine positive Zwischenbilanz zum Pilotprojekt Alpomat.

von mos/pd

Patricia Mariani, Projektleiterin Kleinbauern-Vereinigung, und Margrit Abderhalden, Alpomat-Gründerin und Betriebsleiterin. (Bild zvg)

Apfelringli, Süssmost, Alpkäse oder Rauchwurst: Seit einem halben Jahr können Konsumentinnen und Konsumenten an sechs Verkaufsautomaten in der Stadt Zürich rund um die Uhr authentische Produkte direkt vom Hof kaufen. Der «kleinste Hofladen der Stadt», wie die Initianten den Alpomat nennen, soll Bäuerinnen und Bauern bei der Direktvermarktung ihrer Produkte in der Stadt unterstützen.

Magrit Aberhalden, Bäuerin und Gründerin des Hofladen-Automaten, und die Kleinbauern-Vereinigung, die das Projekt mitträgt, ziehen eine positive Zwischenbilanz, wie sie am Mittwoch mitteilten. Der Alpomat mit seinen Spezialitäten von 11 Höfen komme bei den Zürcherinnen und Zürchern gut an, heisst es in der Mitteilung. Auch die ersten Verkaufszahlen würden zuversichtlich stimmen.

Neue Standorte gesucht

Im ersten Halbjahr seien die Technik und Logistik verbessert worden. So kann seit Februar an allen sechs Automaten mit Kreditkarten und Twint bezahlt werden. Nun werde das Sortiment überarbeitet, wozu die Initianten weitere Spezialitäten von Bäuerinnen und Bauern aus der Region Zürich suchen. Gesucht würden ausserdem gut frequentierte Standorte in der Stadt Zürich für weitere Automaten.

Frühestens 2020 plant die Kleinbauernvereinigung, die Hofladen-Automaten auch in anderen Schweizer Regionen einzuführen.