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Nestlé baut in Basel bis zu 100 Stellen ab

Der Nahrungsmittel-Konzern Nestlé baut an seinem Produktionsstandort in Basel bis zu 100 der aktuell 177 Stellen ab. Grund ist eine Neuausrichtung hin zu einem Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise.

von sda/mos

Senf, Zichorienkaffee, Salatsaucen, Brotaufstrich: All das produzierte Nestlé bisher in Basel. (Bild zvg)

In Zukunft soll sich die Fabrik Basel ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise der Marke Thomy konzentrieren, teilte Nestlé am Donnerstag mit. 15 Millionen Franken will das Unternehmen dazu in den Standort investieren. Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen. Der Incarom-Chicoréekaffe wird künftig in Portugal produziert. Ausserdem will Nestlé Schweiz die Marken Le Parfait (Brotaufstrich) und Franck Aroma (Chicoréegetränk) verkaufen.

In Basel arbeiten heute 177 Angestellte. In den nächsten 18 Monaten könnten bis zu 100 ihre Stelle verlieren, schreibt Nestlé. Die Belegschaft wurde am Donnerstag über die Pläne informiert. Nestlé sehe vor, die Betroffenen mit einem freiwilligen Sozialplan zu unterstützen. Möglich seien Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratungen.

Fabrik entspreche nicht modernen Anforderungen

Die Gründe für die einschneidende Massnahme seien vielfältig, schreibt das Unternehmen. Die Fabrik in Basel entspreche mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten. Ausserdem sei Nestlé bemüht, ihr Portfolio den Konsumentenpräferenzen anzupassen und sich von Marken zu trennen, die nicht im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stünden.