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Freiburger Labor bietet Nachweis von Nanopartikeln in Lebensmitteln

Ab Mai 2021 sind Nanopartikel in Lebensmitteln und Kosmetika in der Schweiz deklarationspflichtig. Viele Labors können die kleinen Partikel jedoch gar nicht nachweisen. Diese Dienstleistung bietet das Freiburger Adolph-Merkle-Institut neu für Hersteller und Behörden an.

von pd/mos

Titandioxid macht unter anderem Kaugummis schön weiss. (Symbolbild Pixabay)

Titandioxid macht unter dem Namen E171 Lebensmittel weisser und Siliciumdioxid lässt als E551 Fertigsuppen und Instant-Kaffee besser rieseln: Nanopartikel kommen in vielen Lebensmitteln und Kosmetika vor. Ab dem 1. Mai 2012 müssen sie zwingend als Nanopartikel auf der Verpackung deklariert werden. Das Problem dabei: Herkömmliche Labors können die zwischen Partikel mit einer Grösse von maximal 100 Nanometer gar nicht nachweisen. In die Lücke springt nun das Adolph-Merkle-Institut in Freiburg, das sich auf die Nanotechnologie spezialisiert hat, wie die «Freiburger Nachrichten» in ihrer Ausgabe vom Freitag berichten.

Die Plattform Swiss NanoAnalytics soll Herstellern und Behörden helfen, Nanopartikel in Produkten nachzuweisen. Für eine Probe verrechnet das Institut je nach Fragestellung 500 bis 1000 Franken, wie Barbara Rothen-Ruthishauser, Initiantin der Plattform, der Zeitung erklärte.