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Tönnies will mehr Tierschutz

Der grösste Fleischkonzern in Deutschland will in Tierwohl und Klimaschutz investieren. Dabei will Tönnies Standards setzen.

von pd/hps

(Bild: zVg)

Pflanzlicher Fleischersatz und Cultured Meat erhalte eine zunehmende Bedeutung auf der Agenda des Fleischunternehmens, wie Clemens Tönnies, sagt.  Aber auch im Jahr 2040 werde der tierische Protein-Anteil der weitaus grösste sein, wie der Chef von Deutschland grösstem Schlachtunternehmen im Interview mit lz-net.de erklärt. Dabei gehe es  darum die Bevölkerung mit den hochwertigsten Proteinen zu versorgen.

Um die gesellschaftliche Akzeptanz für Fleisch aufrechtzuerhalten, müsse weiter in Tierwohl und Klimaschutz investiert werden. Tönnies werde in seiner Verantwortung als Marktführer entsprechende Veränderungen vorantreiben und Standards setzen in Sachen Tierwohl und Umwelt. Dabei müssten allerdings Politik, Handel und Gesellschaft mitziehen. Tönnies nennt nun in der neuen Agenda «t30»  konkrete Ziele für Tierwohl und Nachhaltigkeit.

So sollen bei Tönnies spätestens in fünf Jahren 70 Prozent der angelieferten Schweine aus anerkannten Programmen für Tierwohl und Umweltschutz stammen. Fleisch sei in Deutschland im Schnitt aber nicht zu billig. Aber es diene im Handel immer noch erfolgreich als Lockmittel, wie Tönnies zitiert wird. Entscheidend sei die Bereitschaft der Konsumenten, den Mehraufwand für Investitionen in Tier, Klima und Mensch zu honorieren. Die Preishoheit müsse aber weiterhin beim Handel liegen.