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Starkes 2019 für Endress+Hauser

Endress+Hauser steigerte im letzten Jahr den Umsatz um 8 Prozent, den Gewinn sogar um 14,3 Prozent.

von wy/pd

Mathias Altendorf, CEO von Endress+Hauser

Die Messtechnikfirma Endress+Hauser hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 2652 Milliarden Euro. «Unser Wachstum war breit abgestützt und ausgewogen», wird CEO Matthias Altendorf in einer Mitteilung zitiert. Das Wachstum sei nicht von Grossaufträgen, sondern kleineren und mittleren Projekten getrieben gewesen. Das Betriebsergebnis stieg um 3,9 Prozent auf 343,4 Millionen Euro und der Gewinn sogar um 14,3 Prozent auf 265,9 Mio. Euro. Dazu habe auch die Unternehmenssteuerreform in der Schweiz beigetragen, heisst es weiter.

Stark wachsen konnte Endress+Hauser in Asien. Europa entwickelte sich gut, Südamerika sehr gut, Nordamerika blieb hinter den Erwartungen, in Afrika und im Nahen Osten blieb das Geschäft rückläufig. Grösster Markt bleiben die USA, gefolgt von neu China und Deutschland.

Endress+Hauser ist nach eigenen Angaben praktisch frei von Bankschulden – trotz weltweiter Investitionen von 231,1 Mio. Euro. Das Liquiditätspolster von fast 800 Mio. Euro werde helfen, die aktuelle Wirtschaftssituation gut zu meistern. Man wolle auch Kurzarbeit möglichst vermeiden, um die staatlichen Kassen nicht zu belasten. Die Corona-Pandemie werde es aber massiv erschweren, die für 2020 gesteckten Ziele zu erreichen. «Die Krise wird bei unseren Kunden und uns Spuren hinterlassen», wird Altendorf zitiert. Man treibe aber seit Jahren die Digitalisierung voran, so dass Online-Tools in dieser Situation den Support aus der Ferne mit Video-Unterstützung ermöglichten. Derzeit arbeiten bei Endress+Hauser bis zu 10’000 Angestellte im Home Office. Dank grosser Anstrengungen sei es gelungen, die Materialverfügbarkeit zu gewährleisten, Transportketten intakt zu halten und die Kunden zu unterstützen.

Das Unternehmen hat im letzten Jahr 318 Entwicklungen zum Patent angemeldet und 7,6 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Per Ende 2019 beschäftigte Endress+Hauser 14328 Mitarbeitende, 400 mehr als im Vorjahr.

Fortschritte haben man auch bei der Nachhaltigkeit erzielt, heisst es weiter. Im jährlichen EcoVadis-Audit erreichte Endress+Hauser 72 Punkte und platzierte sich so unter die Top 2 Prozent der weltweiten Vergleichsgruppe. Mit der Umstellung auf Ökostrom in der Produktion habe man den CO2-Ausstoss um mehr als ein Drittel gesenkt.