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Südzucker rechnet mit Verlusten im Zuckergeschäft

Das Geschäft mit Tiefkühlpizza lief für den deutschen Zucker- und Nahrungsmittelhersteller Südzucker im ersten Halbjahr gut. Im Zuckergeschäft drohen aber bis Ende Jahr Verluste.

von pd/mos

Zucker ist für Südzucker kein Erfolgsgeschäft. (Bild Wilhelm Dürr/Südzucker/zvg)

Südzucker hat im ersten Halbjahr 2020/21 den Umsatz leicht auf 3,45 Milliarden Euro steigern können (Vorjahresperiode: 3,31 Mia.). Das operative Konzernergebnis legte sogar von 74 Millionen auf 129 Millionen Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Zum guten Ergebnis beigetragen hat unter anderem die Sparte Spezialitäten, die von der erhöhten Nachfrage nach Tiefkühlpizzen profitierte. Das operative Ergebnis in dieser Sparte stieg in den ersten sechs Monaten auf 103 Millionen Euro (Vorjahr: 87 Mio.), auch wegen teilweise sinkender Rohstoffpreise.

Auch die Bioethanol-Tochter CropEnergies konnte das Ergebnis verbessern, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Mühe bereitet dem Konzern jedoch weiterhin das Zuckergeschäft. Hier rechnet Südzucker im laufenden Geschäftsjahr definitiv mit einem Verlust von 50 bis 100 Millionen Euro. Bislang hatte der Konzern noch einen Gewinn für möglich gehalten.

Fürs Gesamtjahr 2020/21 hält Südzucker an den Prognosen fest und rechnet unverändert mit einem Umsatz von 6,9 bis 7,2 (Vorjahr: 6,7) Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis wird unverändert in einer Bandbreite von 300 bis 400 (Vorjahr: 116) Millionen Euro gesehen.