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Die besten Kommunikatoren der Schweizer Fleischbranche

Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) hat vier Unternehmen der Fleischbranche für ihre überzeugenden Kommunikationskampagnen ausgezeichnet.

von pd/mos

Online einkaufen, als stünde man direkt in der Metzgerei: Die Lausanner Metzgerei La Bouche qui Rit machts möglich. (Bild zvg)
Die Boucherie Deillon rückt die Natürlichkeit ihrer Produkte in den Fokus. (Bild zvg)
Die Metzgerei Eichenberger überzeugt mit einem durchkomponierten Produktdesign. (Bild zvg)

Zum zweiten Mal hat der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) dieses Jahr seinen Kommunikationspreis verliehen, um hervorragende Kommunikationsmassnahmen seiner Mitglieder als beispielgeben für die Branche herauszustreichen und die Qualität der Kommunikationsaktivitäten seiner Mitglieder zu fördern.

18 Betriebe haben beim Wettbewerb mitgemacht, vier davon haben sich in der Endrunde durchgesetzt, wie der SFF am Donnerstag mitteilte: Ernst Sutter AG (Kategorie Grossproduzenten, St. Gallen-Winkeln), Metzgerei Eichenberger AG (Kategorie KMU, Wetzikon, ZH), Boucherie-Charcuterie-Traiteur Christian & Antoine Deillon (Kategorie KMU, Romont, FR) und La Bouche qui Rit (Kategorie Innovation, Lausanne, VD).

Angesichts der vergleichbar hohen Qualität der Kampagnen der vier Gewinner habe man auf eine Rangierung verzichtet und den mit 10’000 Franken dotierten Preis ex aequo vergeben.

Ernst Sutter, Agri Natura: Nachhaltig produziertes Fleisch in umweltfreundlicher Verpackung

In der Kategorie Grossproduzenten überzeugte der Fleischverarbeiter Ernst Sutter AG, der zusammen mit Volg, neue umweltfreundliche Verpackungen für sein nachhaltig produziertes Fleisch umsetzte. Die neuen Verpackungen bestehen neben Kunststoff aus FSC-Papier und -Karton, die getrennt entsorgt werden können. Damit werden jährlich 40 Tonnen Kunststoff eingespart. Mit diesem neuen Konzept leisteten die beiden Partner bezüglich Nachhaltigkeit einen hervorragenden Beitrag zur positiven Positionierung der Branche in diesem wichtigen Bereich, heisst es in der Jury-Begründung.

Metzgerei Eichenberger:Die Wertigkeit und Qualität des Produkts perfekt in Szene gesetzt

Der gewerblichen Metzgerei Eichenberger aus Wetzikon ZH sei es gelungen, mit einem durchgeplanten und auf allen Kommunikationskanälen einheitlich gestalteten modernen Auftritt und Produktedesign die hohe Wertigkeit ihrer Produkte darzustellen. Ausserdem habe die Metzgerei damit auf vorbildliche Art eine Kommunikations­plattform geschaffen für ihre zentralen Unternehmenswerte Qualität, traditionelles Metzgerhandwerk, regionale Produkte, Produktion im eigenen Betrieb, heisst es in der Mitteilung.

Boucherie-Charcuterie-Traiteur Christian & Antoine Deillon: «Au naturel» – Produkte für eine neue Käufergeneration

Die Metzgerei aus dem freiburgischen Romont überzeugte mit ihrer Markenkampagne «Au naturel». Sie unterstreicht, dass alle angebotenen Produkte nachhaltig und ohne künstliche Zusatzstoffe im eigenen Betrieb produziert werden. Damit soll auch eine neue junge Klientel in der Altersgruppe von 25 bis 45 Jahren angezogen werden.  Christian Deillon ist es laut Jury gelungen, ein natürliches Produkt mittels der prägnanten Marke «au naturel» zu positionieren und den Konsumenten den Produktnutzen einfach zu vermitteln.

La Bouche qui Rit SA: Von zu Hause aus einkaufen als stünde man im Laden

Der Innovationspreis der Jury geht an die Lausanner Metzgerei La Bouche qui Rit. Als Antwort auf Corona und Lockdown gibt die Metzgerei mit einfachen technischen Mitteln den Kunden die Möglichkeit, von zuhause aus in Echtzeit und realitätsnah in der Metzgerei einzukaufen. Verschiedene Kameras zeigen live das Verkaufsbüffet, als stünde der Kunde persönlich vor der Einkaufsvitrine im Laden. Auch auf persönlicher Beratung muss nicht verzichtet werden. Die eingekauften Artikel werden dem Kunden dann zeitnah ins Haus geliefert.

Die Massnahme erlaubt es laut der Jury mit einfachen Mitteln, das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen. Auch für normale Zeiten dürfte die Idee wegweisend für viele Detailhändler sein, die Kunden an Onlineshops verlieren. Mit diesem Lösungsansatz könnten sie sich von Onlinehändlern abheben und einen echten Mehrwert bieten, hält die Jury fest.