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BIG-M darf nicht in die BOM

Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) hat das Beitrittsgesuch der Milchproduzentenorganisation BIG-M abgelehnt. Ausserdem wird die DV in den Juni verschoben.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Das im Dezember 2020 von BIG-M gestellte Gesuch um eine Mitgliedschaft in der BO Milch hat der BOM-Vorstand an seiner Sitzung vom 23. Februar abgelehnt. Ausschlaggebend seien dabei zwei Überlegungen gewesen, schreibt die BOM in einer Mitteilung vom Donnerstag: Erstens seien die bei BIG-M organisierten Milchproduzenten bereits über ihre Milchproduzentenorganisationen in der BO Milch vertreten. Zweitens passten die Ziele von BIG-M nicht zum Charakter der BO Milch. Big-M sehe sich als bäuerliche Interessengruppe für Marktkampf, die BO Milch suche Lösungen nicht durch Kampf, sondern durch Verhandlungen und Finden eines Konsenses, heisst es in der Mitteilung. 
BIG-M tritt immer wieder als scharfe Kritikerin der BOM auf. Von einer Mitgliedschaft in der Branchenorganisation hatte sich BIG-M direkten Zugang zu Informationen verhofft.
DV verschoben
Der BOM-Vorstand hat ausserdem entschieden, die für April geplante Delegiertenversammlung auf den 14. Juni zu verschieben. Damit steige die Chance, dass die Versammlung auch physisch stattfinden könne, heisst es in der Mitteilung.
Im Weiteren diskutierte der Vorstand über die von Nationalrat Jacques Nicolet im September 2020 eingereichte Motion über die Zulage für verkäste Milch. Gemäss Motion soll die Zulage nur noch auf Milchmengen gewährt werden, wenn für diese mindestens der Preis für das A-Segment bezahlt wird. Der Vorstand erachtet diesen Vorschlag laut Mitteilung als unrealistisch, weil A-Preise für alle verkäste Milch marktfremd wären. Er hält aber die Idee, die Zulage für verkäste Milch an einen Mindestpreis zu koppeln, für prüfenswert. Die BO Milch kennt bereits die Regelung des LTO+-Mindestpreises für verkäste Milch. Diese gilt nur für die direkten und indirekten Mitglieder der BO Milch, da die Allgemeinverbindlichkeit für diese Regelung nicht gewährt wird.
Swissmilk Green gewinnt Marktanteile
Der Vorstand ist zudem über die Entwicklungen beim Branchenstandard Nachhaltige Milch und Swissmilk Green informiert worden. Bereits über 85 % der Schweizer Molkereimilch wird laut Mitteilung nachhaltig im Sinne des Branchenstandards der BO Milch produziert. Die Kennzeichnung Swissmilk Green, die für diese Nachhaltigkeit steht, konnte in den vergangenen Monaten dank neuen Produkten insbesondere bei Emmi-Produkten und Aldi-Eigenmarken ebenfalls Marktanteile gewinnen.