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Detailhandelsumsätze im Mai weiter geklettert

Nach dem Rekordanstieg im April konnten die Schweizer Detailhändler auch im Mai 2021 mehr verkaufen. Allerdings ist das Plus bei weitem nicht mehr so gross wie im April, als die Verkäufe um über ein Drittel nach oben geschossen waren.

von awp/sda

Der Detailhandel hat auch im Mai mehr verkauft, der Umsatz mit Lebensmitteln ging allerdings zurück. (Symbolbild Pixabay)
Insgesamt legten die Detailhandelsumsätze in der Schweiz im Mai im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,3 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Dabei konnten die Geschäfte auch mehr Waren verkaufen: Preisbereinigt, also real, betrug das Plus gar 2,8 Prozent.
Insbesondere an den Zapfsäulen klingelten die Kassen. Die Umsätze an den Tankstellen schossen um gut 21 Prozent nach oben. Grund dafür waren massive Preiserhöhungen. Denn preisbereinigt verkauften die Tankstellen lediglich rund 1,9 Prozent mehr Benzin und Diesel.
Weniger Lebensmittel und Getränke verkauft
Ohne die florierenden Tankstellen konnte der Detailhandel die Umsätze bereinigt um Verkaufs- und Feiertage (also kalenderbereinigt) im Mai nur um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Gerade die Umsätze mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren schrumpften um 4,7 Prozent.
Dagegen konnten fast alle Branchen im Nicht-Nahrungsmittelsektor zulegen. Allen voran die Branche «sonstige Güter (Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)» zeigte ein Umsatzplus von +18,4 Prozent. Dahinter folgten die Branchen «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik», welche +7,5 Prozent mehr Umsatz machten.
Auch Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren gewannen 7,3 Prozent. Der Versand- und Internethandel sowie die Verlagsprodukte steigerten sich um 3,5 Prozent. Einzig die Branche «sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf» (-3,0 Prozent) schrieb Verluste.
Knick nach dem Rekordanstieg im April
Im Vormonat April waren die Umsätze kalenderbereinigt gegenüber dem April 2020 nominal noch um 36,8 Prozent angeschwollen. Das war der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2000. Dies hatte hauptsächlich mit dem Lockdown vor einem Jahr zu tun, als viele Geschäfte geschlossen waren.
Nun zeigt sich im Mai 2021 ein nominaler Rückgang gegenüber dem Vormonat April von 1,9 Prozent. Teuerungsbereinigt fielen die Umsätze um 1,8 Prozent.
Einbussen mussten sowohl Lebensmittelgeschäfte als auch Nicht-Lebensmittelläden um je rund 3 Prozent hinnehmen. Insbesondere bei sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf schrumpfte der Umsatz gegenüber dem Vormonat April um gut 9 Prozent.
Dagegen legten die Umsätze in der Branche «Informations- und Kommunikationstechnik», die Computer, Handys und Tablets verkauft, um über 8 Prozent zu. Auch an den Zapfsäulen kletterten die Umsätze mit Treibstoffen um fast 3 Prozent.