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Proviande kritisiert Tier im Fokus

Proviande kritisiert die Tierschutzorganisation Tier im Fokus: Offensichtliche Verstösse gegen das Tierschutzgesetz wie sie die Organisation veröffentlicht habe, sollten nicht instrumentalisiert, sondern angezeigt werden.

Die Branchenorganisation Proviande kritisiert die Tierschutzorganisation Tier im Fokus. Diese veröffentlichte letzte Woche Bilder aus einem Hühnerstall, in dem offensichtliche Verstösse gegen geltende Tierschutzstandards ausgeübt wurden. Davon distanziert man sich, schreibt Proviande in einer Mitteilung. Solche Verstösse gehörten angezeigt. 
Umso erstaunter sei man, dass Tier im Fokus keine Anzeige erstatten wolle. Tobias Sennhauser, der Präsident von Tier im Fokus, erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal nau.ch, man habe zum Schutz der Quelle keine Anzeige erstattet. «Wie die Erfahrung zeigt, werden Leute, die Missstände aufdecken, systematisch verfolgt und mit Strafverfahren eingedeckt», sagte Sennhauser gegenüber nau.ch Diese seien anstrengend und kostspielig – auch im Erfolgsfall. «Die mächtige Fleischlobby tut alles, um ihre Kritiker mundtot zu machen.»
Das sei eine faule Ausrede und ein Hohn für alle, die sich für die Durchsetzung der hohen Tierschutzstandards in der Schweiz einsetzten, schreibt die Proviande. Für solche Fälle gebe es die Ombudsstelle Tierwohl, wo Missstände anonym gemeldet und Massnahmen zur Beseitigung rasch eingeleitet werden könnten. Mit ihrem Handeln zeige die Organisation Tier im Fokus, dass es mehr um sie selber als um das tatsächliche Tierwohl gehe. 
Auch der Schweizer Bauernverband hatte Tier im Fokus kritisiert. Was in den Aufnahmen gezeigt werde, sei illegal, da brauche es keine Petition, sondern eine Anzeige, liess der SBV auf Twitter verlauten. 

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