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Tegut testet Online-Plattform

Die Migros-Tochter Tegut testet in Deutschland zusammen mit Amazon eine Online-Plattform. Der Online-Riese will damit neuen Schwung in sein Online-Geschäft bringen.

von pd

(zVg)
Die Kooperation des Online-Riesen Amazon mit dem deutschen Einzelhändler Tegut wird ausgebaut. Der Grossraum Mainz und Wiesbaden seien jetzt zwei neue Liefergebiete, die zum Netzwerk gehören, wie lz-net.de meldet. Auch in Frankfurt, Darmstadt, Giessen, Kassel, Marburg und Würzburg stellt Amazon schon Tegut-Lebensmittel zu. Die Kunden können ein Zwei-Stunden-Fenster wählen und ihre Bestellung noch am selben Tag erhalten. Ab einem Warenwert von 50 Euro entfalle die Liefergebühr, wie die beiden Partner gemäss lz-net.de mitteilen.
Die Amazon-App und der Webshop ist bereits so angelegt, dass die Integration von weiteren Lebensmittelhändlern unkompliziert vonstatten gehen kann. Damit ist Amazon die Plattform und der Dienstleister für andere Händler. Die Kosten und Risiken seien für den Anbieter gering, so lz-net.de. Auch in Grossbritannien betreibt Amazon in einer Kooperation mit den Supermarkt-Betreibern Morrisons und Co-op einen Online-Lieferdienst. Dabei können die Kunden bei Morrisons einkaufen oder bei Amazon direkt. Der Unterschied ist für die Kunden nicht klar ersichtlich.
Der Aufbau eines Amazon-Food-Marktplatzes in Deutschland sei eine Möglichkeit, neuen Schwung ins Lebensmittel-Geschäft zu bringen. Die Amazon-Expansion des eigenen Lebensmittel-Onlineshop «Fresh» lässt auf sich warten. Seit Jahren ist das Angebot nur in Berlin, Potsdam, Hamburg und München verfügbar.