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Vetropack-Fabrik in Italien kostet über 400 statt 200 Millionen Euro

Die neue Fabrik des Glasverpackungsherstellers Vetropack in Italien wird später fertig als geplant und kostet deutlich mehr.

Flaschenproduktion bei Vetropack. (Vetropack)

Die Inbetriebnahme der neuen Glasfabrik in Boffalora sopra Ticino in der Nähe von Mailand werde sich voraussichtlich auf das zweite Quartal 2023 verschieben, schreibt Vetropack in einer Mitteilung. Geplant war die Inbetriebnahme auf Ende 2021. Zur Verzögerung beigetragen hätten neben behördlichen Verfahren auch Verzögerungen in den Lieferketten des Baumaterials.
Zudem werde das Werk deutlich teurer als geplant, nämlich über 400 Millionen Euro. Bei Projektbeginn betrug das Budget 200 Millionen Euro, wie Vetropack damals kommunizierte. Neben der verlängerten Projektdauer macht Vetropack für den Kostenanstieg die «drastisch steigenden Preise für Rohstoffe und Energie» verantwortlich. Die Finanzierung des Projekts «sei aber in jedem Fall gesichert», lässt CEO Johann Reiter in der Mitteilung verlauten.
«Wir sind überzeugt, dass wir die Mehrkosten mittelfristig durch das neue Werk wieder einspielen werden», so Reiter weiter. Das hochmoderne und sehr leistungsfähige Werk werde Vetropack zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten in Italien und den angrenzenden Märkten eröffnen.
Ersetzt alte Fabrik
Vetropack hatte den Bau der neuen Anlage 2018 angekündigt. Die Glasfabrik soll das nur wenige Kilometer entfernte alte Werk in Trezzano sul Naviglio ersetzen. Der auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik entstehende Fertigungsstandort wird eine Fläche von 347'000 Quadratmeter umfassen.
Vetropack mit Sitz in Bülach ZH betreibt neun Glasfabriken in ganz Europa. Die Fabrik im ukrainischen Gostomel steht seit Mitte März still.

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