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Coop als fairste Detailhändlerin ausgezeichnet

Zum ersten Mal hat Fairtrade Max Havelaar in der Schweiz Fairtrade-Awards verliehen. Coop, agrotropic/Blume 3000, der Zürcher Frauenverein, Nespresso und die Seehallen Kaffeerösterei wurden dabei ausgezeichnet.

von pd

Der Fairtrade-Award in der Kategorie Detailhandel ging an Coop. (zVg)
Mit den Fairtrade-Awards würdigte die Stiftung Fairtrade Max Havelaar Unternehmen, die sich in besonderem Masse für den fairen Handel engagieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Ausgezeichnet wurden Coop (Detailhandel), agrotropic/Blume 3000 (Brands), der Zürcher Frauenverein (Gastronomie), Nespresso (Innovation) und die Seehallen Kaffeerösterei (Newcomer). Die Gewinner wurden von einer unabhängigen, fünfköpfigen Fachjury bestehend aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Handel und entwicklungspolitischen Organisationen bestimmt. Die Preise wurden anlässlich des 30. Jubiläums von Fairtrade Max Havelaar zum ersten Mal verliehen.
Coop: Grösstes Fairtrade-Sortiment
Coop wird von Max Havelaar als Fairtrade-Pionierin gewürdigt, die mit über 1330 Fairtrade-Produkten weltweit das grösste Fairtrade-Sortiment anbietet. Zudem habe Coop zahlreiche Produktsegmente ihrer Eigenmarken wie beispielsweise Tafelschokoladen komplett auf Fairtrade umgestellt und als erste Schweizer Detailhändlerin das Fairtrade-Label für Einzelzutaten eingeführt.
Nespresso trug als grösste Röster von Fairtradekaffee den Preis in der Kategorie «Innovation» nach Hause. 2013 starteten Nespresso und Fairtrade das «Farmer Future Program», das die soziale Wohlfahrt der Kaffeeproduzierenden verbessern will. So wurde zum Beispiel eine Ernteausfallversicherung und ein Rentenfonds für Kaffebäuer:innen in Kolumbien realisiert.
Nur Fairtrade- und Bio-Kaffee
Ausschliesslich Fairtrade- und Biokaffee röstet die Seehallen Kaffeerösterei im zürcherischen Horgen (unter der Marke Onesto). Dafür gab es den Preis in der Kategorie «Newcomer». Für den Herstellungsprozess verwendet die Rösterei, die die nachhaltigste Rösterei der Schweiz sein will, ausschliesslich klimafreundliches Biogas und Ökostrom.
In der Kategorie Gastronomie wurde der Zürcher Frauenverein (ZFV) ausgezeichnet. In allen ZFV-Betrieben kommen ausschliesslich Kaffeebohnen aus fair gehandeltem und biologischem Anbau. Auch durch die Beschaffung von Fairtrade-zertifizierten Südfrüchten, Kakao, Vollrohrzucker, Basmati-Reis und Gewürzen fördere der ZFV den fairen Handel.
Agrotropic ist die grösste Importeurin von Fairtrade-Rosen in der Schweiz. In den 13 eigenen Blumenfachgeschäften «Blume3000» setzt agrotropic zu 100% auf Fairtrade-Rosen, was weltweit einzigartig ist, heisst es in der Laudatio.