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Die Milchproduktion ist rückläufig

Von Januar bis Oktober 2022 wurden in der Schweiz weniger Milch und Käse produziert als in der Vorjahresperiode.

von pd/mos

(Pixabay)
Rund 2,816 Millionen Tonnen Milch wurden in der Schweiz von Januar bis Oktober 2022 produziert. Das sind fast 60’000 Tonnen oder 2,1 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Die Biomilch-Produktion sank im gleichen Zeitraum um 2,7% auf 236’255 Tonnen. Das geht aus dem Marktlagenbericht der Schweizer Milchproduzenten (SMP) vom Dezember hervor. Auch die Zahl der Milchkühe ist rückläufig. Im November gab es in der Schweiz 531’042 Milchkühe, das sind rund 7900 weniger als im November letzten Jahres.
Deutliche Rückgänge bei Emmentaler und Appenzeller
Die Produktion von Molkereiprodukten ist von Januar bis Oktober um 0,8% auf rund 751’000 Tonnen gesunken. Die Käseproduktion fällt mit rund 169’900 um 2,3% kleiner aus als in der Vorjahresperiode. Zulegen konnten vor allem Industrieware (+522 t, +9.7%), übrige Frischkäse (+459 t, +3.5%), Mozzarella (+417 t, +2.1%), Le Gruyère AOP (+319 t, +1.2%) und Tête de Moine AOP (+297 t, +11.7%). Den grössten Produktionsrückgang verzeichnen die Kategorien Emmentaler AOP (-1’322 t,-9.4%), Appenzeller (-1’261 t, -16.2%), Raclette Suisse (-968 t, -6.4%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse/halb- bis vollfett (-663 t, -4.2%), Switzerland Swiss (-579 t, -9.8%) und andere Halbhart- und Hartkäse/mager, viertelfett (-409 t, -15.5%).
Die Butterproduktion sank um 11,2% auf 28’635 t. Zugelegt hat die Vollmilchpulverproduktion (+11,3% auf 12’777 t).