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SATW unterstützt sechs Food-Projekte

Die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) unterstützt sechs innovative Projekte aus dem Lebensmittelbereich mit je 25'000 Franken.

von pd

Im Rahmen des Förderprogramms «Food 4.0» unterstützt die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) sechs Projekte mit je 25’000 Franken. Gefördert werden vor allem Projekte, die nach Wegen suchen, wie tierische vermehrt durch pflanzliche Proteine ersetzt werden können, wie die SATW in einer Mitteilung schreibt. Eingereicht wurden 14 Projekte, ein Expertenteam traf die Auswahl.
Ziel der Programms «Food 4.0» ist es, durch die Förderung von transdisziplinären und innovativen Projekten das Schweizer Ernährungssystem zu stärken und für die Zukunft zu rüsten. Die lebendige Szene von Start-ups und Spin-offs und die kompetitive Forschung würden dazu beitragen, dass die Schweiz auf dem Weg sei, sich zu einem führenden Foodtech-Standort zu entwickeln.
Die unterstützten Projekte:
Molkverwertung
Das Team Biokonversion und Schutzkulturen der BFH um Daniel Heine und Lisamaria Bircher untersucht gemeinsam mit Agroscope Liebefeld und dem Jungunternehmen Lokal-Genuss AG von Doris Erne, wie die Molke aus der Schweizer Käseproduktion dank Milchsäurenfermentation vollumfänglich für die menschliche Ernährung genutzt werden kann.
Erbsen ohne Bohnengeschmack
Das Team um Christoph Denkel (Lebensmittelprozesstechnologie) und Christian Trindler (Aromaanalytik) untersucht, wie bei der Proteinextraktion aus Erbsen die Konzentration an unerwünschten Aromamolekülen ohne Kompromittierung der Proteineigenschaften kontrolliert werden kann.
Strukturen für das Steak aus dem Labor
Simona Fehlmann und ihr Team von der ETH Zürich wollen ein Gerüst weiterentwickeln, einen essbaren Schaum, an dem die Zellen von kultiviertem Fleisch zu einem dicken Stück Fleisch wachsen können. Das Gerüst basiert auf einem offenen Porensystem, damit sich die Nährstoffe und Muskelzellen während des Wachsens des Muskelgewebes homogen verteilen können.
Shrimp ohne Haken
Das Start-up Catchfree um Lukas Böcker und Severin Eder an der ETH Zürich entwickelt ein Verfahren, mit dem eine Masse aus pflanzlichen Protein zu Shrimps geformt werden kann. Auch andere pflanzlichen Meeresfrüchte sollen einmal auf diese Weise hergestellt werden können.
Vegane Glacestengel
Stephan Bolliger und sein Team vom Glacehersteller Cuckoo Produktions AG möchten vegane Glace herstellen, das nicht nur gleich schmeckt wie Glace aus tierischen Proteinen, sondern das sich auch beliebig formen lässt – etwa zu umhüllten Eisstengeln oder zu Eiscakes.
Schimmel im Getreide reduzieren
Susanne Miescher Schwenninger und ihr Team von der ZHAW arbeiten an Mikroorganismen, die ein getreidetypisches Mykotoxin auf natürliche Weise reduzieren. Sie möchten erforschen, wie genau dies geschieht, um dadurch das Potenzial für eine Anwendung auf Getreide abzuschätzen.